“Wie ich meinen Weg finde”

“Wie ich meinen Weg finde”

“Wie ich meinen Weg finde”

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ — her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020 — 18.07.2016 Ich schrei­be gera­de die bei­den letz­ten Tex­te, die ich heu­te und am Sams­tag­mor­gen in mein Han­dy gespro­chen habe, hier in mei­nen Lap­top: „Nicht wis­sen, wel­ches mein Weg ist“ und…
Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ — her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020 -

18.07.2016

Ich schrei­be gera­de die bei­den letz­ten Tex­te, die ich heu­te und am Sams­tag­mor­gen in mein Han­dy gespro­chen habe, hier in mei­nen Lap­top: „Nicht wis­sen, wel­ches mein Weg ist“ und „Im Lebens­fluss sein“. Und ich ent­de­cke dabei, dass ich mir mit den Gedan­ken mei­nes zwei­ten Tex­tes „Im Lebens­fluss sein“ im Grun­de genom­men die Ant­wort auf mei­ne Fra­ge des ers­ten Tex­tes gebe, wie ich mit die­sem für mich sehr unan­ge­neh­men Zustand, nicht zu wis­sen, wel­ches mein Weg ist, umge­hen kann. Die­sem Zustand also, nicht zu wis­sen, wel­ches der Weg zu mei­nen Zie­len ist; wel­ches mein Weg zu der Art des Lebens und Arbei­tens ist, die ich mir so sehr von Her­zen wünsche.

Ich mer­ke also gera­de, wie ich mir heu­te Mor­gen auf dem Weg in mein Büro mit mei­nem Text „Im Lebens­fluss sein“ tat­säch­lich die Ant­wort dafür gege­ben habe, wie ich mit die­sem Zustand der Unwis­sen­heit und Unge­wiss­heit sein kann, ohne mich schlecht zu füh­len. Die­sem Zustand, den ich im Moment als so unan­ge­nehm und ver­un­si­chernd erle­be. Der mir auch ein Stück weit Sor­gen und sogar Angst macht.

Die bes­te Art, mit die­sem Zustand auf natür­li­che Wei­se umzu­ge­hen, ist, mir sicher zu sein, dass das Leben fließt. Und dass die­ser Fluss des Lebens mich dort­hin führt, wohin ich will und wohin ich gehö­re. Und dabei dar­auf zu ver­trau­en, dass sich mir bei die­sem mit dem Leben Mit­flie­ßen mein Weg zeigt, mir mein Weg also klar und sicht­bar wird. Und somit für mich auch die Ant­wor­ten auf mei­ne Fra­gen erkenn­bar wer­den und mei­ne jet­zi­gen Unsi­cher­hei­ten damit ver­schwin­den. Und ich bin wirk­lich der Über­zeu­gung, dass mir mein Leben, wenn ich mit ihm mit flie­ße, zeigt, was ich zu tun habe und wel­che Auf­ga­ben ich zu bewäl­ti­gen habe, um mei­ne Zie­le zu erreichen.

Mich dem Fluss des Lebens hin­zu­ge­ben und dar­auf zu ver­trau­en, dass er mich dort­hin führt, wohin ich kom­men möch­te, heißt aller­dings nicht, mei­ne Hän­de in den Schoss zu legen und nichts zu tun. Und die Bei­ne auf den Tisch zu legen und abzu­war­ten, bis das Leben mir das, was ich mir wün­sche, auf einem sil­ber­nen Tablett ser­viert. Das heißt das nicht und so funk­tio­niert der Fluss des Lebens auch nicht.

Mich dem Fluss des Lebens hin­zu­ge­ben, heißt nur, gedul­dig und inner­lich ruhig zu blei­ben, wäh­rend ich mei­ne täg­li­chen Arbei­ten enga­giert und gewis­sen­haft erle­di­ge und dabei dar­auf zu ver­trau­en, dass die Auf­ga­ben, die ich zu erle­di­gen habe und die Ent­schei­dun­gen, die ich auf mei­nem Weg zu mei­nen Zie­len zu tref­fen habe, natür­li­cher­wei­se zum rich­ti­gen Zeit­punkt auf mich zukom­men und für mich erkenn­bar werden.

Und ich dann eben die­se zu erle­di­gen­den Auf­ga­ben und die zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen wahr­neh­me und auf öko­no­mi­sche und treff­si­che­re Art bewäl­ti­ge. Auf die­se Art set­ze ich mei­ne Kraft und mei­ne Zeit sinn­voll und wir­kungs­voll ein, weil ich die rich­ti­gen Auf­ga­ben und die gera­de wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zum rich­ti­gen Zeit­punkt bear­bei­te und erledige.

Mei­ne größ­te Her­aus­for­de­rung in dem jet­zi­gen Zustand des Nicht­wis­sens ist es für mich tat­säch­lich, Geduld zu haben, zu ver­trau­en und dar­an zu glau­ben, dass mir das Leben den Weg zeigt und mir zur rich­ti­gen Zeit die Situa­tio­nen und die Auf­ga­ben anbie­tet, die ich zu bewäl­ti­gen habe, um mei­ne Zie­le zu errei­chen. Und bevor das Leben dies nicht tut, muss ich mich nicht ver­rückt machen und muss nicht zwang­haft, mit gro­ßem Kräf­te­ein­satz ohne Sinn und ohne wirk­li­chen Nut­zen herumagieren.

Weil das dann eben ein­fach nur ein Agie­ren ist, um mei­ne Unsi­cher­heit, mein nicht Wis­sen, mei­ne Angst zu ver­drän­gen. Und weil die­ses Her­um­agie­ren des­halb kei­nen Sinn macht und auch über­haupt nicht funk­tio­niert. Das ist dann nur ver­schwen­de­te Zeit, Kraft und Ener­gie. Und es bringt mich mei­nem Ziel auch kein Stück­chen näher.

Also, die Lösung für mich und mei­ne Her­aus­for­de­run­gen ist es, mich dem Fluss des Lebens zu über­las­sen und dem Leben zu vertrauen.

Dan­ke wirk­lich für die­se wert­vol­le Erkenntnis!

“Wir spielen eine Rolle”

“Wir spielen eine Rolle”

“Wir spielen eine Rolle”

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ — her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020 — Frank­furt, im Auto auf dem Weg in mein Büro — Mir wur­de gera­de klar, dass wir im Grun­de genom­men im Kon­takt mit ande­ren Men­schen fast immer eine Rol­le spie­len. Wir tun so, als ob das, was…

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ — her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020

- Frank­furt, im Auto auf dem Weg in mein Büro -

Mir wur­de gera­de klar, dass wir im Grun­de genom­men im Kon­takt mit ande­ren Men­schen fast immer eine Rol­le spie­len. Wir tun so, als ob das, was wir sagen, ent­schei­den und tun die Wahr­heit ist und tat­säch­lich sind wir dabei doch ganz oft nicht wirk­lich ehr­lich. Häu­fig sind wir uns unse­rer Unehr­lich­keit noch nicht ein­mal bewusst, weil wir nicht spü­ren und wis­sen, was in unse­ren Bezie­hun­gen für uns ehr­lich wäre.

Also ehr­lich, wahr im Sin­ne von: „Das bin ich, das sind mei­ne Gefüh­le, das sind mei­ne Bedürf­nis­se, das sind mei­ne per­sön­li­chen Ein­stel­lun­gen. Und das bist Du. Und Dir gegen­über habe ich die­se Gefüh­le, habe ich die­se Bedürf­nis­se und habe ich die­se Ein­stel­lun­gen und Mei­nun­gen. So sehe ich Dich, so sehe ich unse­re Bezie­hung, so sehe ich mich in unse­rer Bezie­hung. Und das sind die Punk­te, die für mich nicht stim­men. Und das wün­sche ich mir von Dir, dass Du es mir gegen­über anders machst.“ 

In der Regel ist uns das alles gar nicht wirk­lich bewusst, glau­be ich. Oder vie­len von uns zumin­dest ist das nicht bewusst. Und die, denen es bewusst ist, was sie wirk­lich füh­len, den­ken und wol­len, die sagen es oft trotz­dem nicht in ihren Bezie­hun­gen. Sie tun so, als ob alles in Ord­nung wäre, als ob sie ein­ver­stan­den wären, mit dem, was der ande­re gera­de tut und sagt. Als ob sie ein­ver­stan­den wären damit, dass die Bedürf­nis­se, die sie haben, in ihren Bezie­hun­gen nicht befrie­digt wer­den, an ihrem Arbeits­platz, mit ihren Bekann­ten, in ihrer Ehe und den Freund­schaf­ten, die sie gera­de leben. Sie tun so, als ob alles in Ord­nung wäre und sind dabei dann tat­säch­lich nicht sie selbst. 

Sie machen sich selbst und den ande­ren Men­schen etwas vor. Sie spie­len eine Rol­le über sich und ihr Leben. Und sie sind dadurch nicht authen­tisch. Und unau­then­tisch, also unecht zu sein, heißt für uns Men­schen immer, dass wir Ener­gie, Lebens­freu­de, Selbst­aus­druck, Leben­dig­keit, Erfül­lung, Zufrie­den­heit, Spaß in unse­rem Leben verlieren. 

Okay, und auch die, die nicht spü­ren und wahr­neh­men, wer sie sind, was sie wol­len und es des­halb nicht sagen und in ihrem Ver­hal­ten umset­zen und es auch gar nicht sagen kön­nen, weil sie es ja nicht wis­sen. Auch die­se Men­schen sind in die­sem Zustand des „so Tuns als ob“, des Vor­spie­lens, des unecht Seins. Und sie ver­lie­ren des­halb in ihrem Leben auch an Ener­gie, Lebens­freu­de, Zufrie­den­heit! Und im Grun­de genom­men haben sie und haben wir uns alle, ob es uns nun bewusst ist oder unbe­wusst, an die­sen Zustand offen­bar gewöhnt.

Wir haben uns dar­an gewöhnt, dass wir in unse­ren Leben oft eine Rol­le spie­len, unau­then­tisch sind und dadurch mehr und mehr an Lebens­freu­de, Wohl­be­fin­den, Erfül­lung aber auch an Gesund­heit verlieren! 

“Liebe”

“Liebe”

“Liebe”

24.04.15, 08.00 Uhr, Frank­furt auf der Fahrt in mein Büro Die Fra­ge, die mich gera­de beschäf­tigt, lau­tet: Was ist Lie­be? Die Ant­wort auf die­se Fra­ge ist nicht ein­fach, aber ich möch­te hier ger­ne ver­su­chen zu beschrei­ben, wo ich per­sön­lich bei der Beantwortung…

24.04.15, 08.00 Uhr, Frank­furt auf der Fahrt in mein Büro

Die Fra­ge, die mich gera­de beschäf­tigt, lau­tet: Was ist Lie­be? Die Ant­wort auf die­se Fra­ge ist nicht ein­fach, aber ich möch­te hier ger­ne ver­su­chen zu beschrei­ben, wo ich per­sön­lich bei der Beant­wor­tung die­ser Fra­ge stehe.

Eines der wichtigsten Keywords unserer Zeit

Ich den­ke schon, dass „Lie­be“ einer der zen­tra­len Begrif­fe in unse­rer Gesell­schaft ist; in der Wis­sen­schaft, in der Kunst, in der Poe­sie, in der Musik und natür­lich im Leben von jedem Men­schen ganz persönlich.

Lie­be ist in mei­nen Augen da oder ist sie nicht da. Lie­be wird oft ver­bun­den mit Ent­täu­schung und Schmerz, Ver­let­zung, uner­füll­ten Sehn­süch­ten, Bedürf­nis­sen und Träu­men. Was ist Liebe?

Was ist Liebe für mich persönlich?

Für mich hat sich über die Jah­re fol­gen­des Ver­ständ­nis ent­wi­ckelt und ich unter­schei­de dabei zwei ver­schie­de­ne Qua­li­tä­ten der Lie­be: Die eine Qua­li­tät der Lie­be ist, in tie­fer inne­rer Ver­bun­den­heit mit einem ande­ren Men­schen zu sein. Aber auch in tie­fer inne­rer Ver­bun­den­heit mit einer Sache, einer Tätig­keit, mit einer Auf­ga­be oder einer Visi­on zu sein. Und neben die­ser tie­fen Ver­bun­den­heit ist da, was ganz wich­tig und wert­voll für die­se Lie­be ist, ein ganz, ganz star­kes und tie­fes „Ja“ dem ande­ren Men­schen, der Sache oder der Tätig­keit gegen­über vor­han­den. Ein „Ja“, das ver­bun­den ist mit hoher Wert­schät­zung, Respekt und vor allen Din­gen auch Dank­bar­keit für das, was der ande­re Mensch ist und mir gibt. Und natür­lich auch für das, was mir eine Sache oder eine Tätig­keit für mein Leben beiträgt.

Wie ein Grundstoff dieses Lebens

Lie­be ist für mich also zum einen die ehr­li­che, respekt­vol­le, wert­schät­zen­de, beja­hen­de, tie­fe Ver­bun­den­heit mit einem ande­ren Men­schen, in Dank­bar­keit für die­sen Men­schen und für das, was wir in unse­rem täg­li­chen Leben mit­ein­an­der tei­len und erle­ben. Und das­sel­be gilt auch für die Bezie­hung zu einer Sache, einer Tätig­keit oder eine Vision.

Lie­be ist nach die­sem Ver­ständ­nis durch­aus wie ein Grund­stoff des Lebens, der für jeden ver­füg­bar ist. Und der unser Leben mit einer ganz spe­zi­el­len Qua­li­tät erfül­len wür­de, wenn wir gemein­sam in unse­rem Leben ande­ren Men­schen, Tätig­kei­ten und Din­gen mit die­ser Lie­be begeg­nen wür­den. Unser Leben all­ge­mein wäre dann erfüllt mit tie­fer Ver­bun­den­heit, einem tie­fen Ja und einer tie­fen Dankbarkeit.

Körperliche Liebe hat eine andere Qualität

Natür­lich gibt es dann noch eine ande­re Qua­li­tät von Lie­be, die Lie­be also, die sich zwi­schen zwei Men­schen ent­wi­ckelt, die in einer inti­men Lie­bes­be­zie­hung mit­ein­an­der leben. Die­se Lie­be fühlt sich anders an als die Lie­be, von der ich gera­de im Sin­ne eines Grund­stof­fes des Lebens gespro­chen habe. Die­se Lie­be ent­wi­ckelt sich in der inten­si­ven Bezie­hung zwi­schen einer Frau und einem Mann oder auch zwi­schen Mann und Mann und Frau und Frau.

Dies Lie­be ist ein star­kes Gefühl, das mit einer inten­si­ven inne­ren aber auch äuße­ren Erre­gung ein­her­geht. Eine Lie­be, die auch die­sen kör­per­li­chen Aspekt mit ein­be­zieht, näm­lich die kör­per­li­che Anzie­hung, das gegen­sei­tig Begeh­ren; den Wunsch, zu berüh­ren und berührt zu wer­den. Den Wunsch, zu küs­sen, in den Armen zu hal­ten und gehal­ten zu wer­den. Und dann ist mit die­ser Lie­be natür­lich auch der gleich­zei­ti­ge Wunsch nach Sexua­li­tät, nach sexu­el­ler Begeg­nung, nach sexu­el­ler Erre­gung und Befrie­di­gung verbunden.

Verliebtheit hat ein eigenes Gesicht 

Und bei die­ser Lie­be spre­chen wir am Anfang der Bezie­hung oft von Ver­liebt­heit und da sagen ja auch vie­le Men­schen, dass Ver­liebt­heit ein ande­res Gefühl, eine ande­re Qua­li­tät ist, als die Lie­be, die dann in der ver­trau­ten, län­ger wäh­ren­den Bezie­hung zwi­schen zwei Men­schen entsteht.

Ja, ich glau­be auch, dass es da einen Unter­schied zwi­schen der Lie­be in einer guten, län­ger bestehen­den Bezie­hung und der Ver­liebt­heit am Anfang der Bezie­hung gibt. Obwohl ich auch von eini­gen Men­schen gehört habe, dass sie auch nach vie­len Bezie­hungs­jah­ren immer noch so inein­an­der ver­liebt waren wie am ers­ten Tag. Das heißt, dass sie also auch nach vie­len Jah­ren immer noch die­se Ver­liebt­heit der ers­ten Tage gespürt haben.

Dieses besondere Gefühl bleibt nicht immer gleich

Aber oft ver­än­dert sich die Lie­be in einer Bezie­hung im Lau­fe der Zeit. Ent­we­der sie ver­schwin­det ganz oder sie bekommt in einer ver­trau­ten, inni­gen und part­ner­schaft­li­chen Bezie­hung eine Qua­li­tät ähn­lich der Lie­be, die ich oben im Sin­ne eines Grund­stof­fes des Lebens beschrie­ben habe: Lie­be also als tie­fe Ver­bun­den­heit, Respekt, Wert­schät­zung, Beja­hung und Dankbarkeit.

Aus Verliebtheit wird nicht selten Liebe

Die Ver­liebt­heit am Anfang der Bezie­hung ist, so erle­ben es, glau­be ich, vie­le von uns, inten­si­ver, ist noch erre­gen­der und pri­ckeln­der. Da ist auch der Moment des Neu­en, der Moment der Illu­si­on, der rosa­ro­ten Bril­le, durch die wir alles posi­tiv sehen. Da ist die­se Eupho­rie, die ent­steht, weil wir am Anfang noch glau­ben, den Men­schen getrof­fen zu haben, der allen unse­ren idea­len Vor­stel­lun­gen eines Traum­prin­zen oder einer Traum­prin­zes­sin ent­spricht. Das eupho­ri­siert uns natür­lich sehr stark.

Nichts­des­to­trotz bleibt natür­lich, wenn die Ver­liebt­heit vor­bei ist und Lie­be stär­ker in der schon von mir genann­ten Qua­li­tät von tie­fer Ver­bun­den­heit, tie­fer Wert­schät­zung und Dank­bar­keit auf­taucht, nichts­des­to­trotz bleibt dann in einer Zwei­er­be­zie­hung noch die ero­ti­sche Qua­li­tät bestehen. Und die erfährt in mei­nen Augen in Ver­bin­dung mit der Lie­be noch Mal eine viel inten­si­ve­re und ande­re Qua­li­tät, als sexu­el­ler Kon­takt und Befrie­di­gung ohne Liebe.

So wie eine Grundhaltung in unserem Leben

Lie­be hat also in mei­nen Augen min­des­tens zwei Qua­li­tä­ten, die aber flie­ßend inein­an­der über­ge­hen. Und die auch sehr stark davon abhän­gen, in wel­chem Zusam­men­hang, wel­cher Situa­ti­on, wel­cher Pha­se unse­res Lebens und unse­rer Bezie­hung die­se Lie­be ent­steht und gelebt wird. Sie kann also als grund­sätz­li­che Hal­tung und Sein im täg­li­chen Umgang mit uns selbst, unse­rer Arbeit, unse­ren Mit­men­schen im Sin­ne einer tie­fen Ver­bun­den­heit, Wert­schät­zung, Beja­hung und Dank­bar­keit auf­tre­ten; Lie­be also als Grund­en­er­gie, ‑qua­li­tät unse­res Lebens, die uns prin­zi­pi­ell zu jedem Men­schen und jeder Tätig­keit zur Ver­fü­gung steht.

Sexualität wird mit Liebe noch erfüllender

Oder sie wird als Lie­be in einer Zwei­er­be­zie­hung in Ver­bin­dung mit Sexua­li­tät und sexu­el­ler Anzie­hung gelebt. Zunächst als Ver­liebt­heit und spä­ter dann mehr die Qua­li­tät der Lie­be als Grund­en­er­gie anneh­mend, wenn die Zwei­er­be­zie­hung sich posi­tiv ent­wi­ckelt, das heißt, dass das Zusam­men­le­ben in der Bezie­hung mit tie­fer gegen­sei­ti­ger Ver­bun­den­heit, Respekt, Beja­hung, Wert­schät­zung und Dank­bar­keit gelebt wird. Und in die­se Qua­li­tät der Lie­be ist dann eben auch eine ent­spre­chend erfül­len­de, befrie­di­gen­de Sexua­li­tät zwi­schen den bei­den Part­nern der Bezie­hung eingewoben.

Am Ende ist Liebe doch immer etwas ganz persönliches

Natür­lich wird jeder Mensch auf Grund sei­ner Erfah­run­gen und Über­le­gun­gen sein eige­nes per­sön­li­ches Ver­ständ­nis von Lie­be ent­wi­ckeln und auch immer wei­ter­ent­wi­ckeln. Und ver­mut­lich kom­men wir dem Phä­no­men der Lie­be in unse­ren Beschrei­bun­gen umso näher, je mehr die­ser unter­schied­li­chen Erfah­run­gen und Sicht­wei­sen über Lie­be wir zusam­men­tra­gen und zusammenfügen.

Am Ende unse­res Lebens ist es, den­ke ich, aber viel wich­ti­ger für uns, wie viel unse­rer Lie­be wir in unse­rem Leben tat­säch­lich gelebt haben, als wie gut wir sie als Phä­no­men ver­stan­den haben.

“Wir müssen wieder zu uns finden”

“Wir müssen wieder zu uns finden”

“Wir müssen wieder zu uns finden”

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020 29.09.2016 Je mehr wir die Bezie­hung zu uns selbst ver­lie­ren, zu unse­ren Instink­ten, zu unse­ren Emo­tio­nen, zu unse­ren Bedürf­nis­sen, zu unse­ren Wer­ten und Ein­stel­lun­gen, je mehr wir uns also…

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020

29.09.2016

Je mehr wir die Bezie­hung zu uns selbst ver­lie­ren, zu unse­ren Instink­ten, zu unse­ren Emo­tio­nen, zu unse­ren Bedürf­nis­sen, zu unse­ren Wer­ten und Ein­stel­lun­gen, je mehr wir uns also von uns selbst ent­frem­den, des­to mehr wird die­se Welt, die wir ja alle gemein­sam gestal­ten, zu einem Cha­os. Undurch­schau­bar, unver­ständ­lich, unmensch­lich, gewis­sen­los, krie­ge­risch. Je mehr die­se Welt um uns her­um undurch­schau­bar, hoch­kom­plex, bedroh­lich wird, des­to mehr müs­sen wir uns in Schein­si­cher­hei­ten, Schein­be­frie­di­gun­gen, Schein­wel­ten, Schein­be­zie­hun­gen und Dro­gen­kon­sum flüchten. 

Die Lösung kann aus mei­ner Sicht nur dar­in bestehen, dass wir die Ursa­che die­ser Ent­wick­lung, näm­lich die Ent­frem­dung von uns selbst umkeh­ren und wie­der zurück­fin­den zu uns. Natür­lich ist es kein Zurück­schrei­ten so wie, ich gehe einen Weg, den ich ein­mal vor­wärts gegan­gen bin, ein­fach wie­der zurück. Tat­säch­lich gehen wir in unse­rem Leben immer nach vor­ne. Das liegt schon dar­an, dass die Zeit und damit unse­re Hand­lun­gen in unse­rer Welt immer vor­wärts also Rich­tung Zukunft lau­fen. Aller­dings ist es auch dann immer die Fra­ge, in wel­che Rich­tung wir nach vor­ne gehen. Und das ist tat­säch­lich letzt­end­lich unse­re Wahl.

Und ich wür­de es in die­sem Fall so for­mu­lie­ren wie, wir soll­ten anfan­gen, vor­wärts zu gehen zu uns, vor­wärts zu unse­ren Wur­zeln, vor­wärts zu unse­rem Ursprung, vor­wärts zu dem, wer wir wirk­lich sind. Der wir als Men­schen auf Grund unse­rer lan­ge wäh­ren­den Geschich­te und als Teil der Natur wirk­lich sind. Wer wir sind als Men­schen mit Gefüh­len, mit Bedürf­nis­sen, mit Wün­schen und Träu­men, mit Instink­ten, mit der Fähig­keit, Wer­te zu ent­wi­ckeln und zu leben. Und als Men­schen mit einer Unmen­ge an Ein­stel­lun­gen, die unser Leben bestim­men und die wir des­we­gen ken­nen müs­sen und an denen wir auch arbei­ten müssen.

Der Weg vor­wärts zu uns, das ist nach mei­ner Erfah­rung der Weg zu uns nach Hau­se d.h. der Weg, bei uns zu Hau­se anzu­kom­men. Und das heißt für mich, Frie­den schlie­ßen mit dem Men­schen, der ich bin und den ich selbst erken­ne, indem ich mich mir wie­der zuwen­de. Das heißt, wenn mei­ne Auf­merk­sam­keit stän­dig im Außen ist und ich fort­lau­fend damit beschäf­tigt bin, die Welt um mich her­um zu beob­ach­ten, zu kon­trol­lie­ren, zu mani­pu­lie­ren, zu bewer­ten, schau ich nicht auf mich. Ich habe kei­nen Blick mehr für mich und die Per­son, die ich tat­säch­lich bin und ich ver­lie­re mich. Ich ent­frem­de mich von mir.

Und des­halb muss ich auch die­sen Blick aus dem Außen wie­der nach innen rich­ten und mich wie­der wahr­neh­men. Das ist recht schwie­rig, wenn ich dies mein Leben lang sel­ten gemacht habe und es damit ver­lernt habe. Die­se Fähig­keit, mich selbst wahr­zu­neh­men, wie­der zu erler­nen, ist ein lan­ger Pro­zess. Und der ist mit­un­ter auch unan­ge­nehm, weil ich dabei Din­ge an mir sehe, die von mei­nem Bild, das ich mir zwi­schen­durch von mir gemacht habe, abwei­chen. Und ich sehe Din­ge, die mir nicht gefal­len an mir und die dem bis­he­ri­gen Bild von mir nicht entsprechen. 

Und mich mit die­sem Men­schen, den ich dann ken­nen­ler­ne, anzu­freun­den und ihm zu ver­zei­hen für das, was er ist und vor allem für das, was er nicht ist, das ist nicht leicht. Mit mir, so wie ich bin und ins­be­son­de­re mit den Tei­len von mir, die nicht mei­nen Wunsch­vor­stel­lun­gen ent­spre­chen, Frie­den zu schlie­ßen, ja zu mir zu sagen, mich anzu­neh­men, mich in den Arm zu neh­men, so wie ich bin, das ist der wich­tigs­te Schritt des bei mir zu Hau­se Ankom­mens. Und danach kann ich an mir arbei­ten und kann mich wei­ter­ent­wi­ckeln und Fähig­kei­ten erler­nen, die mein Leben ange­neh­mer, erfüll­ter und wir­kungs­vol­ler machen.

Und dann bin ich auf dem Weg, mein eige­nes Para­dies in mir und mei­nem Leben zu erobern.

“Die Antworten in uns finden”

“Die Antworten in uns finden”

“Die Antworten in uns finden”

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020 04.03.15 Tat­säch­lich fin­den wir unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen nur in uns. Aller­dings nur dann, wenn wir bereit sind, uns zu begeg­nen. Wenn wir bereit sind, in uns hin­ein­zu­schau­en, in uns…

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020

04.03.15

Tat­säch­lich fin­den wir unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen nur in uns. Aller­dings nur dann, wenn wir bereit sind, uns zu begeg­nen. Wenn wir bereit sind, in uns hin­ein­zu­schau­en, in uns hin­ein­zu­hö­ren. Wenn wir bereit sind, unser Inne­res, unse­ren inne­ren Raum zu betre­ten und uns dort ver­traut zu machen, zurecht­zu­fin­den; die­sen Raum zu ent­de­cken und Licht in das Dun­kel die­ses Rau­mes zu brin­gen und auch ein Stück weit Ord­nung; ihn also aufzuräumen.

Ich glau­be, es ist mit die­sem inne­ren Raum tat­säch­lich so wie mit einer Woh­nung oder einem Haus. Also unse­rer Woh­nung, unse­rem Haus, in dem es einen Raum gibt, den wir schon seit lan­gem nicht mehr rich­tig betre­ten haben. Wir haben immer wie­der Sachen in die­sen Raum gestellt, von denen wir nicht wuss­ten, wo wir sie lagern sol­len oder was wir mit ihnen machen sol­len. Wir haben die­se Sachen in die­sen Raum gestellt und ihn dann wie­der zuge­macht. Die Roll­lä­den die­ses Rau­mes sind her­un­ter­ge­las­sen. Er ist dun­kel. Wir wis­sen, dass es die­sen Raum gibt und wir wis­sen auch, dass wir uns davor drü­cken, ihn rich­tig zu betre­ten und genau­er hin­zu­schau­en, was in ihm drin ist. Zu schau­en, was wir noch brau­chen und was wir im Grun­de genom­men aus­mis­ten soll­ten. Ein­fach mal die Roll­lä­den hoch­zu­ma­chen und Licht in den Raum zu brin­gen. Und Klarheit.

Wir wis­sen, dass wir dies tun soll­ten, aber wir spü­ren ein Unbe­ha­gen bei die­sem Gedan­ken. Wir spü­ren einen Wider­stand und wir tun es des­halb nicht. Wir stel­len nur immer wie­der Sachen hin­ein in die­sen Raum, mit denen wir gera­de nichts mehr anfan­gen kön­nen, aber bei denen wir auch nicht ent­schei­den wol­len: brau­chen wir sie irgend­wann noch ein­mal? Heben wir sie des­halb auf oder soll­ten wir die­se Sachen nicht lie­ber weg­wer­fen? Wir stel­len die­se Din­ge ein­fach in den Raum hin­ein, bis er voll ist. Bis wir die Tür kaum noch zu kriegen.

Ja, so geht es nicht weni­gen von uns mit uns selbst, mit unse­rem inne­ren Bereich. Unser Inne­res, das ist der Raum, der Raum mit den vie­len Din­gen, die teil­wei­se nütz­lich sind, attrak­tiv und teil­wei­se unnütz, über­flüs­sig, ver­al­tet. Da sind auch Spinn­we­ben, Staub, Durch­ein­an­der und Dunkelheit.

Nun ist es aber so, dass genau in die­sem Raum, den wir schon so lan­ge nicht mehr rich­tig betre­ten, auf­ge­räumt und uns ange­schaut haben, die Ant­wor­ten auf unse­re per­sön­li­chen Fra­gen lie­gen. Die Fra­gen, die uns selbst und unser Leben betref­fen und die uns wirk­lich zum Teil schon sehr lan­ge beschäf­ti­gen. Da wir die­sen Raum aber nicht betre­ten wol­len, fan­gen wir an, die Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen im Drau­ßen zu suchen. Bei ande­ren Men­schen, in Tätig­kei­ten, in Zeit­schrif­ten, in Büchern, in Reli­gio­nen, in Wis­sen­schaf­ten oder in mate­ri­el­len Din­gen. Oder aber wir len­ken uns ein­fach nur ab, um unse­re Fra­gen nicht mehr zu spü­ren und zu hören und damit auch kei­ne Ant­wor­ten mehr auf die­se Fra­gen suchen zu müssen.

Bücher, Reli­gio­nen, ande­re Erfah­run­gen, die Ant­wor­ten ande­rer Men­schen auf ihre Fra­gen kön­nen wirk­lich wich­ti­ge, nütz­li­che Impul­se und Hil­fe­stel­lun­gen bei dem Auf­fin­den unse­rer eige­nen Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen für uns sein. Aber sie wer­den uns bei unse­rer Suche nach unse­ren Ant­wor­ten nur unter­stüt­zen, wenn wir bereit sind, die­sen Raum in uns, dem wir schon so lan­ge aus dem Weg gehen, zu betre­ten und ihn kennenzulernen.

Wenn wir also bereit sind, uns selbst zu begeg­nen, in uns selbst hin­ein­zu­hö­ren und hin­ein­zu­schau­en. Uns selbst als Men­schen mit eige­nen Bedürf­nis­sen, Gefüh­len, Über­zeu­gun­gen und einer eige­nen Per­sön­lich­keit ken­nen­zu­ler­nen. Der Raum in uns, in dem wir unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen fin­den wer­den, das sind wir selbst. Wir ler­nen, uns mit uns selbst zurecht­zu­fin­den, zwi­schen wich­ti­gem und unwich­ti­gem in uns zu unter­schei­den, ver­al­te­te und über­hol­te Erfah­run­gen aus­zu­mis­ten, Licht in unser Dun­kel zu brin­gen und so nach und nach her­aus­zu­fin­den, wer wir wirk­lich sind und was wir wirk­lich wol­len in unse­rem Leben.

Wir wer­den unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen, die uns schon so lan­ge beschäf­ti­gen, nur in uns fin­den. Aber das dann ganz sicherlich! 

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

Was haben die­ser Song der Beat­les und unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem gemein­sam? Der Song „Let it be“ ist pure Beru­hi­gung Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu…

Was haben dieser Song der Beatles und unser internes Beruhigungssystem gemeinsam?

Der Song „Let it be“ ist pure Beruhigung

Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu haben und immer wie­der an Dir selbst zu zweifeln.

Druck und Sorgen sind oft bei uns ziemlich groß

Vie­le von uns ken­nen die­se Stim­mun­gen: Wir ste­hen unter Druck, haben das Gefühl, wir kom­men mit unse­rer Arbeit nicht mehr hin­ter­her. Jeder scheint, etwas von uns zu wol­len. Und es ist für uns unmög­lich, allen Erwar­tun­gen gerecht zu wer­den. Wir füh­len uns über­for­dert und nicht sel­ten sogar ohn­mäch­tig und hilf­los dem Leben aus­ge­lie­fert. Wir machen uns Sor­gen um unse­re Zukunft. Und haben das Gefühl bei allem, was wir tun, nie genug zu sein.

Wir sehnen uns nach Licht, Entspannung und Zuversicht

Und dann plötz­lich wie durch Zau­ber­hand ver­schwin­det die­ses bedroh­li­che und bedrü­cken­de Sze­na­rio. Die schwar­zen Wol­ken um uns her­um lösen sich auf. Die Son­ne leuch­tet immer hel­ler vom Him­mel. Und alles um uns her­um beginnt bunt und leben­dig zu strah­len. Wie durch ein Wun­der ent­span­nen sich unser Kör­per, unser Den­ken und unser Füh­len. Die Welt um uns her­um wird warm, bunt und sanft. Das ist das Lebens­ge­fühl, das wir uns sehn­lichst wün­schen. Und das vie­le von uns viel zu sel­ten haben.

Unser internes Beruhigungssystem schafft uns Erleichterung

Ver­ant­wort­lich für die­sen wun­der­sa­men Stim­mungs­wech­sels ist in den Augen der Psy­cho­lo­gie unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem. Für Prof. Dr. Ger­hard Roth, einen der aner­kann­tes­ten Neu­ro­bio­lo­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum, ist das inter­ne Beru­hi­gungs­sys­tem eines der 6 psy­cho­neura­len mensch­li­chen Grund­sys­te­me. (sie­he u.a. Roth, G. & Strü­ber, N. Wie das Gehirn die See­le macht. Stutt­gart, 2018).

Die 6 psychoneuralen Grundsysteme sind entscheidend für unsere Persönlichkeit

Zu ihnen gehö­ren u.a. auch das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem, das inter­ne Bewer­tungs- und Moti­va­ti­ons­sys­tem und das Bin­dungs­sys­tem. Alle 6 psy­cho­neura­len Grund­sys­te­me gemein­sam haben nach Roth einen ent­schei­den­den Ein­fluss auf die indi­vi­du­el­le Per­sön­lich­keit. Und unse­re psy­chi­sche und kör­per­li­che Gesund­heit und unser Wohlbefinden.

Wie können wir uns in stressigen Situation selbst schützen?

Das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem ist dafür ver­ant­wort­lich, ab wann eine belas­ten­de Situa­ti­on zu nega­ti­ven Stress (= Dys­tress) wird. Die­ser kann, wenn er län­ger anhält, zu Erkran­kun­gen füh­ren. Je sta­bi­ler und bes­ser das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem ent­wi­ckelt ist, des­to mehr belas­ten­de Situa­tio­nen kön­nen wir aus­hal­ten, ohne nega­tiv gestresst zu sein. Und wenn der Stress zu groß wird oder uns Sor­gen und Ängs­te belas­ten, kön­nen wir uns mit unse­rem inter­nen Selbst­be­ru­hi­gungs­sys­tem wie­der „her­un­ter­fah­ren“. Wir beru­hi­gen und ent­span­nen uns selbst.

Serotonin ist unser „Glückshormon“

Neu­ro­bio­lo­gisch gese­hen wird in dem Moment der Selbst­be­ru­hi­gung der Boten­stoff Sero­to­nin in unse­rem Ner­ven­sys­tem aus­ge­schüt­tet. Er ver­mit­telt unse­rer Psy­che die Bot­schaft. „Es ist doch alles nicht so schlimm. Du schaffst es. Beru­hi­ge Dich, denn alles wird gut wer­den.“ Mit Hil­fe unse­res Beru­hi­gungs­sys­tems und der Aus­schüt­tung von Sero­to­nin wan­deln sich unse­re dunk­len, ange­spann­ten Stim­mun­gen in hel­le, glück­li­che Stim­mun­gen. Des­halb wird Sero­to­nin volks­tüm­lich auch als „Glücks­hor­mon“ bezeichnet.

Stressverarbeitung und Selbstberuhigung als wichtige Bausteine unserer Resilienz

Sowohl das Stress­ver­ar­bei­tungs­sy­tem als auch das inter­ne Beru­hi­gungs­sys­tem sind in einer gut und sta­bil ent­wi­ckel­ten Form ganz wich­ti­ge Bau­stei­ne der mensch­li­chen Resi­li­enz. Die­se ist ver­ant­wort­lich für unse­re Gesund­erhal­tung in belas­ten­den und her­aus­for­dern­den pri­va­ten und beruf­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen. Je höher unse­re Resi­li­enz, des­to mehr belas­ten­de Situa­tio­nen kön­nen wir aus­hal­ten, ohne krank zu werden.

Resilienz lässt sich zum Glück trainieren

Wenn die­se bei­den psy­cho­neura­len Grund­sys­te­me und damit auch unse­re Resi­li­enz schlecht ent­wi­ckelt sind, las­sen sich die­se in spe­zi­el­len Trai­nings ver­bes­sern. Und ins­be­son­de­re auch pro­fes­sio­nel­les Coa­chings ist sehr gut dazu geeig­net, Stress­ver­ar­bei­tung und Selbst­be­ru­hi­gung wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dies lohnt sich auf jeden Fall. Und es ist sogar rat­sam in einer Zeit, in der der Leis­tungs­druck sowohl pri­vat als auch beruf­lich immer grö­ßer wird.
Damit wir auch in die­sen Zei­ten gesund bleiben.

Aber was hat nun tatsächlich der Song „Let it be“ mit unserem internen Selbstberuhigungssystem zu tun?

Als John McCart­ney 1968 die­sen Song schrieb, hat­ten die Beat­les, wie McCart­ney spä­ter sag­te, eine Men­ge schlech­ter Zei­ten hin­ter sich. Druck, Dro­gen, Schlaf­lo­sig­keit, Strei­te­rei­en, also eine Men­ge nega­ti­ven Stress. In einer jener Näch­te träum­te McCart­ney von sei­ner Mut­ter Mary. Sie war gestor­ben, als McCart­ney 14 Jah­re alt war. Und sei­ne Mut­ter soll in die­sem Traum zu ihm gesagt haben, dass alles gut wer­den wür­de. Die­ser Satz sei­ner Mut­ter in der dun­kels­ten Zeit sei­nes Lebens hat Mc Cart­ney etwas Kraft gege­ben, wie er selbst spä­ter sagte.

John McCartney und seine Botschaft an uns: „Let it be“

Die Strei­te­rei­en, die die Beat­les in jener Zeit unter­ein­an­der hat­ten und der Traum und die Bot­schaft sei­ner Mut­ter ver­ar­bei­te­te McCart­ney dann in dem Song „Let it be“.
Der Song ist eine Auf­mun­te­rung an alle Men­schen, die gera­de eine schwe­re, dunk­le Zeit durch­le­ben. Es ist die Auf­for­de­rung an uns „Let it be“. Und das heißt in Deutsch: “Lass es sein, lass es bestehen“. Oder “Nimm es hin”, “Akzep­tie­re es”, “Tole­rie­re es”. Denn alles wird gut gehen und gut werden.

Wie wir unser internes Beruhigungssystem aktivieren können

Sol­che Aus­sa­gen eines ande­ren Men­schen aber auch eine wun­der­schö­ne, sanf­te Erfah­rung oder ein bewe­gen­des und beru­hi­gen­des Natur­schau­spiel kön­nen unser inter­nes Beru­hi­gungsys­tem akti­vie­ren. Und wenn wir die­se Wor­te zu uns selbst sagen und uns die­se Gefüh­le von Wär­me, Beru­hi­gung, Ermu­ti­gung selbst geben, dann erzeugt unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem die­se wun­der­ba­re und fried­li­che Stim­mung eben­falls in uns. Es schüt­tet dann eben­falls die­sen “glücks­brin­gen­den” Boten­stoff Sero­to­nin aus. Die Fähig­keit zur Selbst­be­ru­hi­gung ist eine wert­vol­le Kom­pe­tenz. Und sie ist trainierbar.

Meine Begegnung mit Beatles Song “Let it be” in Norditalien

Ich habe eine sol­che Situa­ti­on vor weni­gen Tagen hier in Nord­ita­li­en am Comer See erlebt. Die Son­ne tauch­te plötz­lich auf, die Stim­mung war ruhig und fried­lich und dann klang da die­ses Lied der Beat­les im Hin­ter­grund. Und es wur­de immer inten­si­ver, als ich in die Son­ne schaute.
Und ich ent­spann­te mich und dach­te: „Es ist doch alles ganz in Ord­nung. Lass ein­fach los und lass es sein! Alles wird gut werden.“

Und hier fin­det Ihr mein Video zu die­sem Augen­blick auf Youtube.