“Wir müssen wieder zu uns finden”

“Wir müssen wieder zu uns finden”

“Wir müssen wieder zu uns finden”

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020 29.09.2016 Je mehr wir die Bezie­hung zu uns selbst ver­lie­ren, zu unse­ren Instink­ten, zu unse­ren Emo­tio­nen, zu unse­ren Bedürf­nis­sen, zu unse­ren Wer­ten und Ein­stel­lun­gen, je mehr wir uns also…

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020

29.09.2016

Je mehr wir die Bezie­hung zu uns selbst ver­lie­ren, zu unse­ren Instink­ten, zu unse­ren Emo­tio­nen, zu unse­ren Bedürf­nis­sen, zu unse­ren Wer­ten und Ein­stel­lun­gen, je mehr wir uns also von uns selbst ent­frem­den, des­to mehr wird die­se Welt, die wir ja alle gemein­sam gestal­ten, zu einem Cha­os. Undurch­schau­bar, unver­ständ­lich, unmensch­lich, gewis­sen­los, krie­ge­risch. Je mehr die­se Welt um uns her­um undurch­schau­bar, hoch­kom­plex, bedroh­lich wird, des­to mehr müs­sen wir uns in Schein­si­cher­hei­ten, Schein­be­frie­di­gun­gen, Schein­wel­ten, Schein­be­zie­hun­gen und Dro­gen­kon­sum flüchten. 

Die Lösung kann aus mei­ner Sicht nur dar­in bestehen, dass wir die Ursa­che die­ser Ent­wick­lung, näm­lich die Ent­frem­dung von uns selbst umkeh­ren und wie­der zurück­fin­den zu uns. Natür­lich ist es kein Zurück­schrei­ten so wie, ich gehe einen Weg, den ich ein­mal vor­wärts gegan­gen bin, ein­fach wie­der zurück. Tat­säch­lich gehen wir in unse­rem Leben immer nach vor­ne. Das liegt schon dar­an, dass die Zeit und damit unse­re Hand­lun­gen in unse­rer Welt immer vor­wärts also Rich­tung Zukunft lau­fen. Aller­dings ist es auch dann immer die Fra­ge, in wel­che Rich­tung wir nach vor­ne gehen. Und das ist tat­säch­lich letzt­end­lich unse­re Wahl.

Und ich wür­de es in die­sem Fall so for­mu­lie­ren wie, wir soll­ten anfan­gen, vor­wärts zu gehen zu uns, vor­wärts zu unse­ren Wur­zeln, vor­wärts zu unse­rem Ursprung, vor­wärts zu dem, wer wir wirk­lich sind. Der wir als Men­schen auf Grund unse­rer lan­ge wäh­ren­den Geschich­te und als Teil der Natur wirk­lich sind. Wer wir sind als Men­schen mit Gefüh­len, mit Bedürf­nis­sen, mit Wün­schen und Träu­men, mit Instink­ten, mit der Fähig­keit, Wer­te zu ent­wi­ckeln und zu leben. Und als Men­schen mit einer Unmen­ge an Ein­stel­lun­gen, die unser Leben bestim­men und die wir des­we­gen ken­nen müs­sen und an denen wir auch arbei­ten müssen.

Der Weg vor­wärts zu uns, das ist nach mei­ner Erfah­rung der Weg zu uns nach Hau­se d.h. der Weg, bei uns zu Hau­se anzu­kom­men. Und das heißt für mich, Frie­den schlie­ßen mit dem Men­schen, der ich bin und den ich selbst erken­ne, indem ich mich mir wie­der zuwen­de. Das heißt, wenn mei­ne Auf­merk­sam­keit stän­dig im Außen ist und ich fort­lau­fend damit beschäf­tigt bin, die Welt um mich her­um zu beob­ach­ten, zu kon­trol­lie­ren, zu mani­pu­lie­ren, zu bewer­ten, schau ich nicht auf mich. Ich habe kei­nen Blick mehr für mich und die Per­son, die ich tat­säch­lich bin und ich ver­lie­re mich. Ich ent­frem­de mich von mir.

Und des­halb muss ich auch die­sen Blick aus dem Außen wie­der nach innen rich­ten und mich wie­der wahr­neh­men. Das ist recht schwie­rig, wenn ich dies mein Leben lang sel­ten gemacht habe und es damit ver­lernt habe. Die­se Fähig­keit, mich selbst wahr­zu­neh­men, wie­der zu erler­nen, ist ein lan­ger Pro­zess. Und der ist mit­un­ter auch unan­ge­nehm, weil ich dabei Din­ge an mir sehe, die von mei­nem Bild, das ich mir zwi­schen­durch von mir gemacht habe, abwei­chen. Und ich sehe Din­ge, die mir nicht gefal­len an mir und die dem bis­he­ri­gen Bild von mir nicht entsprechen. 

Und mich mit die­sem Men­schen, den ich dann ken­nen­ler­ne, anzu­freun­den und ihm zu ver­zei­hen für das, was er ist und vor allem für das, was er nicht ist, das ist nicht leicht. Mit mir, so wie ich bin und ins­be­son­de­re mit den Tei­len von mir, die nicht mei­nen Wunsch­vor­stel­lun­gen ent­spre­chen, Frie­den zu schlie­ßen, ja zu mir zu sagen, mich anzu­neh­men, mich in den Arm zu neh­men, so wie ich bin, das ist der wich­tigs­te Schritt des bei mir zu Hau­se Ankom­mens. Und danach kann ich an mir arbei­ten und kann mich wei­ter­ent­wi­ckeln und Fähig­kei­ten erler­nen, die mein Leben ange­neh­mer, erfüll­ter und wir­kungs­vol­ler machen.

Und dann bin ich auf dem Weg, mein eige­nes Para­dies in mir und mei­nem Leben zu erobern.

“Die Antworten in uns finden”

“Die Antworten in uns finden”

“Die Antworten in uns finden”

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020 04.03.15 Tat­säch­lich fin­den wir unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen nur in uns. Aller­dings nur dann, wenn wir bereit sind, uns zu begeg­nen. Wenn wir bereit sind, in uns hin­ein­zu­schau­en, in uns…

Aus mei­nem Buch „On the Road…Coming Home“ her­aus­ge­ge­ben Dezem­ber 2020

04.03.15

Tat­säch­lich fin­den wir unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen nur in uns. Aller­dings nur dann, wenn wir bereit sind, uns zu begeg­nen. Wenn wir bereit sind, in uns hin­ein­zu­schau­en, in uns hin­ein­zu­hö­ren. Wenn wir bereit sind, unser Inne­res, unse­ren inne­ren Raum zu betre­ten und uns dort ver­traut zu machen, zurecht­zu­fin­den; die­sen Raum zu ent­de­cken und Licht in das Dun­kel die­ses Rau­mes zu brin­gen und auch ein Stück weit Ord­nung; ihn also aufzuräumen.

Ich glau­be, es ist mit die­sem inne­ren Raum tat­säch­lich so wie mit einer Woh­nung oder einem Haus. Also unse­rer Woh­nung, unse­rem Haus, in dem es einen Raum gibt, den wir schon seit lan­gem nicht mehr rich­tig betre­ten haben. Wir haben immer wie­der Sachen in die­sen Raum gestellt, von denen wir nicht wuss­ten, wo wir sie lagern sol­len oder was wir mit ihnen machen sol­len. Wir haben die­se Sachen in die­sen Raum gestellt und ihn dann wie­der zuge­macht. Die Roll­lä­den die­ses Rau­mes sind her­un­ter­ge­las­sen. Er ist dun­kel. Wir wis­sen, dass es die­sen Raum gibt und wir wis­sen auch, dass wir uns davor drü­cken, ihn rich­tig zu betre­ten und genau­er hin­zu­schau­en, was in ihm drin ist. Zu schau­en, was wir noch brau­chen und was wir im Grun­de genom­men aus­mis­ten soll­ten. Ein­fach mal die Roll­lä­den hoch­zu­ma­chen und Licht in den Raum zu brin­gen. Und Klarheit.

Wir wis­sen, dass wir dies tun soll­ten, aber wir spü­ren ein Unbe­ha­gen bei die­sem Gedan­ken. Wir spü­ren einen Wider­stand und wir tun es des­halb nicht. Wir stel­len nur immer wie­der Sachen hin­ein in die­sen Raum, mit denen wir gera­de nichts mehr anfan­gen kön­nen, aber bei denen wir auch nicht ent­schei­den wol­len: brau­chen wir sie irgend­wann noch ein­mal? Heben wir sie des­halb auf oder soll­ten wir die­se Sachen nicht lie­ber weg­wer­fen? Wir stel­len die­se Din­ge ein­fach in den Raum hin­ein, bis er voll ist. Bis wir die Tür kaum noch zu kriegen.

Ja, so geht es nicht weni­gen von uns mit uns selbst, mit unse­rem inne­ren Bereich. Unser Inne­res, das ist der Raum, der Raum mit den vie­len Din­gen, die teil­wei­se nütz­lich sind, attrak­tiv und teil­wei­se unnütz, über­flüs­sig, ver­al­tet. Da sind auch Spinn­we­ben, Staub, Durch­ein­an­der und Dunkelheit.

Nun ist es aber so, dass genau in die­sem Raum, den wir schon so lan­ge nicht mehr rich­tig betre­ten, auf­ge­räumt und uns ange­schaut haben, die Ant­wor­ten auf unse­re per­sön­li­chen Fra­gen lie­gen. Die Fra­gen, die uns selbst und unser Leben betref­fen und die uns wirk­lich zum Teil schon sehr lan­ge beschäf­ti­gen. Da wir die­sen Raum aber nicht betre­ten wol­len, fan­gen wir an, die Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen im Drau­ßen zu suchen. Bei ande­ren Men­schen, in Tätig­kei­ten, in Zeit­schrif­ten, in Büchern, in Reli­gio­nen, in Wis­sen­schaf­ten oder in mate­ri­el­len Din­gen. Oder aber wir len­ken uns ein­fach nur ab, um unse­re Fra­gen nicht mehr zu spü­ren und zu hören und damit auch kei­ne Ant­wor­ten mehr auf die­se Fra­gen suchen zu müssen.

Bücher, Reli­gio­nen, ande­re Erfah­run­gen, die Ant­wor­ten ande­rer Men­schen auf ihre Fra­gen kön­nen wirk­lich wich­ti­ge, nütz­li­che Impul­se und Hil­fe­stel­lun­gen bei dem Auf­fin­den unse­rer eige­nen Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen für uns sein. Aber sie wer­den uns bei unse­rer Suche nach unse­ren Ant­wor­ten nur unter­stüt­zen, wenn wir bereit sind, die­sen Raum in uns, dem wir schon so lan­ge aus dem Weg gehen, zu betre­ten und ihn kennenzulernen.

Wenn wir also bereit sind, uns selbst zu begeg­nen, in uns selbst hin­ein­zu­hö­ren und hin­ein­zu­schau­en. Uns selbst als Men­schen mit eige­nen Bedürf­nis­sen, Gefüh­len, Über­zeu­gun­gen und einer eige­nen Per­sön­lich­keit ken­nen­zu­ler­nen. Der Raum in uns, in dem wir unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen fin­den wer­den, das sind wir selbst. Wir ler­nen, uns mit uns selbst zurecht­zu­fin­den, zwi­schen wich­ti­gem und unwich­ti­gem in uns zu unter­schei­den, ver­al­te­te und über­hol­te Erfah­run­gen aus­zu­mis­ten, Licht in unser Dun­kel zu brin­gen und so nach und nach her­aus­zu­fin­den, wer wir wirk­lich sind und was wir wirk­lich wol­len in unse­rem Leben.

Wir wer­den unse­re Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen, die uns schon so lan­ge beschäf­ti­gen, nur in uns fin­den. Aber das dann ganz sicherlich! 

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

Was haben die­ser Song der Beat­les und unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem gemein­sam? Der Song „Let it be“ ist pure Beru­hi­gung Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu…

Was ist professionelles Coaching?

Auf die­se Fra­ge gibt es eine unüber­schau­ba­re Viel­zahl von unter­schied­li­chen Ant­wor­ten. Und da der Begriff Coa­ching nach wie vor nicht geschützt ist, gibt es auch kei­ne offi­zi­ell regle­men­tier­te Defi­ni­ti­on, was Coa­ching ist.

Was macht gutes Coaching so wertvoll?

Ja, was macht gutes Coa­ching für Ihre Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung tat­säch­lich so wert­voll? Und bei bestimm­ten Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben in Ihrem Leben im Grun­de genom­men auch unersetzlich? 

Was haben dieser Song der Beatles und unser internes Beruhigungssystem gemeinsam?

Der Song „Let it be“ ist pure Beruhigung

Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu haben und immer wie­der an Dir selbst zu zweifeln.

Druck und Sorgen sind oft bei uns ziemlich groß

Vie­le von uns ken­nen die­se Stim­mun­gen: Wir ste­hen unter Druck, haben das Gefühl, wir kom­men mit unse­rer Arbeit nicht mehr hin­ter­her. Jeder scheint, etwas von uns zu wol­len. Und es ist für uns unmög­lich, allen Erwar­tun­gen gerecht zu wer­den. Wir füh­len uns über­for­dert und nicht sel­ten sogar ohn­mäch­tig und hilf­los dem Leben aus­ge­lie­fert. Wir machen uns Sor­gen um unse­re Zukunft. Und haben das Gefühl bei allem, was wir tun, nie genug zu sein.

Wir sehnen uns nach Licht, Entspannung und Zuversicht

Und dann plötz­lich wie durch Zau­ber­hand ver­schwin­det die­ses bedroh­li­che und bedrü­cken­de Sze­na­rio. Die schwar­zen Wol­ken um uns her­um lösen sich auf. Die Son­ne leuch­tet immer hel­ler vom Him­mel. Und alles um uns her­um beginnt bunt und leben­dig zu strah­len. Wie durch ein Wun­der ent­span­nen sich unser Kör­per, unser Den­ken und unser Füh­len. Die Welt um uns her­um wird warm, bunt und sanft. Das ist das Lebens­ge­fühl, das wir uns sehn­lichst wün­schen. Und das vie­le von uns viel zu sel­ten haben.

Unser internes Beruhigungssystem schafft uns Erleichterung

Ver­ant­wort­lich für die­sen wun­der­sa­men Stim­mungs­wech­sels ist in den Augen der Psy­cho­lo­gie unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem. Für Prof. Dr. Ger­hard Roth, einen der aner­kann­tes­ten Neu­ro­bio­lo­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum, ist das inter­ne Beru­hi­gungs­sys­tem eines der 6 psy­cho­neura­len mensch­li­chen Grund­sys­te­me. (sie­he u.a. Roth, G. & Strü­ber, N. Wie das Gehirn die See­le macht. Stutt­gart, 2018).

Die 6 psychoneuralen Grundsysteme sind entscheidend für unsere Persönlichkeit

Zu ihnen gehö­ren u.a. auch das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem, das inter­ne Bewer­tungs- und Moti­va­ti­ons­sys­tem und das Bin­dungs­sys­tem. Alle 6 psy­cho­neura­len Grund­sys­te­me gemein­sam haben nach Roth einen ent­schei­den­den Ein­fluss auf die indi­vi­du­el­le Per­sön­lich­keit. Und unse­re psy­chi­sche und kör­per­li­che Gesund­heit und unser Wohlbefinden.

Wie können wir uns in stressigen Situation selbst schützen?

Das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem ist dafür ver­ant­wort­lich, ab wann eine belas­ten­de Situa­ti­on zu nega­ti­ven Stress (= Dys­tress) wird. Die­ser kann, wenn er län­ger anhält, zu Erkran­kun­gen füh­ren. Je sta­bi­ler und bes­ser das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem ent­wi­ckelt ist, des­to mehr belas­ten­de Situa­tio­nen kön­nen wir aus­hal­ten, ohne nega­tiv gestresst zu sein. Und wenn der Stress zu groß wird oder uns Sor­gen und Ängs­te belas­ten, kön­nen wir uns mit unse­rem inter­nen Selbst­be­ru­hi­gungs­sys­tem wie­der „her­un­ter­fah­ren“. Wir beru­hi­gen und ent­span­nen uns selbst.

Serotonin ist unser „Glückshormon“

Neu­ro­bio­lo­gisch gese­hen wird in dem Moment der Selbst­be­ru­hi­gung der Boten­stoff Sero­to­nin in unse­rem Ner­ven­sys­tem aus­ge­schüt­tet. Er ver­mit­telt unse­rer Psy­che die Bot­schaft. „Es ist doch alles nicht so schlimm. Du schaffst es. Beru­hi­ge Dich, denn alles wird gut wer­den.“ Mit Hil­fe unse­res Beru­hi­gungs­sys­tems und der Aus­schüt­tung von Sero­to­nin wan­deln sich unse­re dunk­len, ange­spann­ten Stim­mun­gen in hel­le, glück­li­che Stim­mun­gen. Des­halb wird Sero­to­nin volks­tüm­lich auch als „Glücks­hor­mon“ bezeichnet.

Stressverarbeitung und Selbstberuhigung als wichtige Bausteine unserer Resilienz

Sowohl das Stress­ver­ar­bei­tungs­sy­tem als auch das inter­ne Beru­hi­gungs­sys­tem sind in einer gut und sta­bil ent­wi­ckel­ten Form ganz wich­ti­ge Bau­stei­ne der mensch­li­chen Resi­li­enz. Die­se ist ver­ant­wort­lich für unse­re Gesund­erhal­tung in belas­ten­den und her­aus­for­dern­den pri­va­ten und beruf­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen. Je höher unse­re Resi­li­enz, des­to mehr belas­ten­de Situa­tio­nen kön­nen wir aus­hal­ten, ohne krank zu werden.

Resilienz lässt sich zum Glück trainieren

Wenn die­se bei­den psy­cho­neura­len Grund­sys­te­me und damit auch unse­re Resi­li­enz schlecht ent­wi­ckelt sind, las­sen sich die­se in spe­zi­el­len Trai­nings ver­bes­sern. Und ins­be­son­de­re auch pro­fes­sio­nel­les Coa­chings ist sehr gut dazu geeig­net, Stress­ver­ar­bei­tung und Selbst­be­ru­hi­gung wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dies lohnt sich auf jeden Fall. Und es ist sogar rat­sam in einer Zeit, in der der Leis­tungs­druck sowohl pri­vat als auch beruf­lich immer grö­ßer wird.
Damit wir auch in die­sen Zei­ten gesund bleiben.

Aber was hat nun tatsächlich der Song „Let it be“ mit unserem internen Selbstberuhigungssystem zu tun?

Als John McCart­ney 1968 die­sen Song schrieb, hat­ten die Beat­les, wie McCart­ney spä­ter sag­te, eine Men­ge schlech­ter Zei­ten hin­ter sich. Druck, Dro­gen, Schlaf­lo­sig­keit, Strei­te­rei­en, also eine Men­ge nega­ti­ven Stress. In einer jener Näch­te träum­te McCart­ney von sei­ner Mut­ter Mary. Sie war gestor­ben, als McCart­ney 14 Jah­re alt war. Und sei­ne Mut­ter soll in die­sem Traum zu ihm gesagt haben, dass alles gut wer­den wür­de. Die­ser Satz sei­ner Mut­ter in der dun­kels­ten Zeit sei­nes Lebens hat Mc Cart­ney etwas Kraft gege­ben, wie er selbst spä­ter sagte.

John McCartney und seine Botschaft an uns: „Let it be“

Die Strei­te­rei­en, die die Beat­les in jener Zeit unter­ein­an­der hat­ten und der Traum und die Bot­schaft sei­ner Mut­ter ver­ar­bei­te­te McCart­ney dann in dem Song „Let it be“.
Der Song ist eine Auf­mun­te­rung an alle Men­schen, die gera­de eine schwe­re, dunk­le Zeit durch­le­ben. Es ist die Auf­for­de­rung an uns „Let it be“. Und das heißt in Deutsch: “Lass es sein, lass es bestehen“. Oder “Nimm es hin”, “Akzep­tie­re es”, “Tole­rie­re es”. Denn alles wird gut gehen und gut werden.

Wie wir unser internes Beruhigungssystem aktivieren können

Sol­che Aus­sa­gen eines ande­ren Men­schen aber auch eine wun­der­schö­ne, sanf­te Erfah­rung oder ein bewe­gen­des und beru­hi­gen­des Natur­schau­spiel kön­nen unser inter­nes Beru­hi­gungsys­tem akti­vie­ren. Und wenn wir die­se Wor­te zu uns selbst sagen und uns die­se Gefüh­le von Wär­me, Beru­hi­gung, Ermu­ti­gung selbst geben, dann erzeugt unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem die­se wun­der­ba­re und fried­li­che Stim­mung eben­falls in uns. Es schüt­tet dann eben­falls die­sen “glücks­brin­gen­den” Boten­stoff Sero­to­nin aus. Die Fähig­keit zur Selbst­be­ru­hi­gung ist eine wert­vol­le Kom­pe­tenz. Und sie ist trainierbar.

Meine Begegnung mit Beatles Song “Let it be” in Norditalien

Ich habe eine sol­che Situa­ti­on vor weni­gen Tagen hier in Nord­ita­li­en am Comer See erlebt. Die Son­ne tauch­te plötz­lich auf, die Stim­mung war ruhig und fried­lich und dann klang da die­ses Lied der Beat­les im Hin­ter­grund. Und es wur­de immer inten­si­ver, als ich in die Son­ne schau­te.
Und ich ent­spann­te mich und dach­te: „Es ist doch alles ganz in Ord­nung. Lass ein­fach los und lass es sein! Alles wird gut werden.“

Und hier fin­det Ihr mein Video zu die­sem Augen­blick auf Youtube.

“Fülle des Lebens”

“Fülle des Lebens”

“Fülle des Lebens”

Aus mei­nem Buch: “Im Fluss des augen­blick­li­chen Seins — Bereit zum Auf­bruch?” Zir­pen­de Gril­len, wun­der­sam! Geruch in der Nase nach Öl und Harz. Freu­de! Unglaub­lich! Hier zu sein an die­sem Ort mei­ner Lie­be und mei­ner Sehn­sucht. Dich zu spü­ren, mir zu begeg­nen. Alles…

Aus meinem Buch: “Im Fluss des augenblicklichen Seins — Bereit zum Aufbruch?”

Zir­pen­de Gril­len,
wun­der­sam!
Geruch in der Nase
nach Öl und Harz.
Freu­de!
Unglaub­lich!
Hier zu sein
an die­sem Ort mei­ner Lie­be
und mei­ner Sehn­sucht.
Dich zu spü­ren,
mir zu begeg­nen.
Alles scheint voll­kom­men!
Alles ist voll­kom­men!
Ich träu­me,
ich spü­re,
ich lebe mich hier.
Mit mir am Strand,
im Was­ser.
Gehe nach vorn!
Gehe zurück!
Zöge­re
und stür­ze mich dann
in das nächs­te Aben­teu­er.
Alles ist da
und alles ist im Über­fluss.
Das Leben
ist reich an Allem,
wenn Du
bereit bist,
es zu neh­men.
Grei­fe zu!
Jetzt!
Mor­gen
ist eine ande­re Zeit.
Grei­fe zu jetzt!
Das Leben ist da.
Es war­tet
nicht auf Dich!
Es lebt, es fließt,
es geht vor­an.
Du bist
oder Du bist nicht
ein Teil des Lebens!
Drau­ßen oder Drin­nen!
Auf den Zuschau­er­plät­zen
oder auf dem Spiel­feld.
Nur Du ent­schei­dest es!
Nur Du!
Wie gut,
denn so bist Du
auch ver­ant­wort­lich
für Dein Leben.
Sage nicht,
Du weißt es nicht!
Lüge Dich nicht an!
Alles ist ver­füg­bar
für Dich,
so wie Du es brauchst!
Nimm es! Greif zu!
Jetzt!
Jetzt sofort!
Gril­len, Harz­ge­ruch,
Son­ne, Wind,
Was­ser, Meer!
Alles ist da
für mich!
Ich bin reich
und glück­lich.
Das Leben ist
ein Wun­der der Natur!
Dan­ke!
Sar­di­ni­en, Alg­he­ro, Agri­tu­ris­mo Isi­do­ro, 13.10.14, 19.30Uhr

Zwei wichtige menschliche Fähigkeiten, die sich im Alter deutlich verbessern!

Zwei wichtige menschliche Fähigkeiten, die sich im Alter deutlich verbessern!

Zwei wichtige menschliche Fähigkeiten, die sich im Alter deutlich verbessern!

Tol­les Ergeb­nis einer aktu­el­len Stu­die aus den USA Ein inter­na­tio­na­les For­scher – Team der George­town Uni­ver­si­ty, Washing­ton, unter­such­te jetzt 702 Per­so­nen im Alter von 58 und 98 Jah­ren. Mit Hil­fe von spe­zi­el­len Tests ermit­tel­ten sie, wel­che zwei Schlüsselfunktionen…

Digitalisierung und KI — an uns Menschen führt da kein Weg vorbei!

An uns Men­schen führt da kein Weg vor­bei Die­se Aus­sa­ge ist viel­schich­tig und fun­da­men­tal wich­tig für die wei­te­re Ent­wick­lung die­ser Schlüs­sel­tech­no­lo­gie. Und eben­falls ent­schei­dend wich­tig für die Rol­le, die wir Men­schen in der Bezie­hung zur Digi­ta­li­sie­rung und…

Tolles Ergebnis einer aktuellen Studie aus den USA

Ein inter­na­tio­na­les For­scher – Team der George­town Uni­ver­si­ty, Washing­ton, unter­such­te jetzt 702 Per­so­nen im Alter von 58 und 98 Jah­ren. Mit Hil­fe von spe­zi­el­len Tests ermit­tel­ten sie, wel­che zwei Schlüs­sel­funk­tio­nen unse­res Gehirns sich erst im Alter rich­tig ent­wi­ckeln. Es sind die Fähig­keit, neue Infor­ma­tio­nen auf­zu­neh­men und die Fähig­keit, sich in stres­si­gen Situa­tio­nen auf bestimm­te Din­ge kon­zen­trie­ren zu kön­nen.

Der Wert älterer Menschen und die Bedeutung des Alterns muss neu betrachtet werden

Stu­di­en­lei­ter Prof. Micha­el Ull­man hob in einer Uni­ver­si­täts­mit­tei­lung2 her­vor: „Die­se Ergeb­nis­se sind erstaun­lich und haben wich­ti­ge Kon­se­quen­zen dafür, wie wir das Altern betrach­ten soll­ten“. Die Ergeb­nis­se der Stu­die wur­den aktu­ell im Fach­blatt „Natu­re Human Beha­vi­or“ ver­öf­fent­licht.
Bei der Unter­su­chung der 702 Per­so­nen kon­zen­trier­te sich das For­scher-Team vor allem auf die Hirn­netz­wer­ke, die an „Alar­mie­rung“, „Ori­en­tie­rung“ und „exe­ku­ti­ver Hem­mung“ betei­ligt sind.

Alarmierung, Orientierung und exekutive Hemmung

„Alar­mie­rung“ ist ein Zustand erhöh­ter Wach­sam­keit und Bereit­schaft, auf ein­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen zu reagie­ren. „Ori­en­tie­rung“ ermög­licht uns, uns im Raum zurecht­zu­fin­den. Und das neu­ro­na­le Netz­werk der „exe­ku­ti­ven Hem­mung“ fil­tert aus dem ange­bo­te­nen Umwelt­in­for­ma­tio­nen die ablen­ken­den und wider­sprüch­li­chen her­aus. Dadurch sind wir in der Lage, uns bes­ser auf das Wesent­li­che zu konzentrieren.

Fähigkeiten, die wir ständig nutzen

Mit­au­tor Dr. Joao Vers­si­mo erklär­te hier­zu: „Wir nut­zen alle die­se drei Pro­zes­se stän­dig. Wenn Sie bei­spiels­wei­se ein Auto fah­ren, erhöht Alar­mie­rung Ihre Auf­merk­sam­keit, wenn Sie sich einer Kreu­zung nähern. Ori­en­tie­rung erfolgt, wenn Sie Ihren Blick auf eine uner­war­te­te Bewe­gung len­ken, z.B. einen Fuß­gän­ger. Und die exe­ku­ti­ve Hem­mung ermög­licht es Ihnen, Ablen­kun­gen wie Vögel oder Wer­be­ta­feln aus­zu­blen­den, damit Sie sich auf das Fah­ren kon­zen­trie­ren können.“

Wunderbar: Zwei dieser drei Fähigkeiten nehmen im Alter deutlich zu

Laut den Ergeb­nis­sen der Stu­die des For­scher-Teams nahm von die­sen 3 Hirn­funk­tio­nen nur die „Alarm­fä­hig­keit“ ab. Dage­gen ver­bes­ser­ten sich die bei­den ande­ren Funk­tio­nen „Ori­en­tie­rung“ und „exe­ku­ti­ve Hem­mung“ im Alter erheb­lich. Der Wert älte­rer Men­schen ist also grö­ßer als lan­ge gedacht.

Denn älter Men­schen haben einen her­aus­ra­gen­den Gesamt­über­blick von der Situa­ti­on, in der sie sich gera­de befin­den. Und sie sind weni­ger anfäl­lig für äuße­re Stör­fak­to­ren. Dies sind natür­lich zwei Fähig­kei­ten, die für den ein­zel­nen älte­ren Men­schen aber auch für die Teams, in denen sie arbei­ten oder anders aktiv sind, sehr nütz­lich sind. Und wenn wir die­se Fähig­kei­ten in Zukunft bewusst deut­lich mehr nut­zen, kön­nen sie unse­re Gesell­schaft sehr bereichern.

Zwei Fähigkeiten, in denen ältere Menschen jüngeren haushoch überlegen sind

Denn die­se Fähig­kei­ten füh­ren u. a. auch zu mehr Gelas­sen­heit und inne­rer Ruhe. Und erleich­tern damit die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit. Dies sind Seins­zu­stän­de, die bei der Erfas­sung und Bewer­tung kom­ple­xer Situa­tio­nen sehr wert­voll sind. Und die schließ­lich auch die ziel­füh­ren­de Ent­schei­dungs­fin­dung unterstützen.

Älte­re Men­schen sind also jün­ge­ren bezo­gen auf Selbst­kon­trol­le, Navi­ga­ti­on, mathe­ma­ti­sches Ver­ständ­nis, Spra­che und Ent­schei­dungs­fin­dung teil­wei­se haus­hoch über­le­gen.
Der Wert älte­rer Men­schen muss somit neu betrach­tet werden.

Ältere Menschen als ganz wichtiger Beitrag für unser Zukunft

Für Vers­si­mo und Ull­man, die Autoren der Stu­die und ihr For­scher­team steht fest, dass die The­men Altern, Psy­che und Gehirn neu über­dacht wer­den müssen.

Und ich per­sön­lich den­ke, dass gera­de in unse­rer abge­lenk­ten und durch eine Infor­ma­ti­ons­flut und den stän­dig zuneh­men­den Leis­tungs­druck über­dreh­ten Gesell­schaft älte­re Men­schen mit sol­chen Fähig­kei­ten sehr wert­voll sind. Für die Lösung unse­rer Her­aus­for­de­rung und die Neu­or­ga­ni­sa­ti­on unse­res Zusam­men­le­bens in unse­rer mitt­ler­wei­le hoch­kom­ple­xen Welt.

Quel­len:

Zu 1 : Vers­si­mo, J. Verha­eg­hen P, Gold­mann N, Wein­stein M, Ull­man MT. Evi­dence that age­ing viel­ds, impro­ve­ments as well as decli­nes across atten­ti­on and exe­cu­ti­ve func­tions. Natu­re Human Beha­vi­or. (2021)

Zu 2 : Teber K. Key Men­tal Abi­li­ties Can Actual­ly Impro­ve During Aging. Geor­get­town Uni­ver­si­ty Medi­cal Cen­ter (2021)