„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

Was haben die­ser Song der Beat­les und unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem gemein­sam? Der Song „Let it be“ ist pure Beru­hi­gung Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu…

Was ist professionelles Coaching?

Auf die­se Fra­ge gibt es eine unüber­schau­ba­re Viel­zahl von unter­schied­li­chen Ant­wor­ten. Und da der Begriff Coa­ching nach wie vor nicht geschützt ist, gibt es auch kei­ne offi­zi­ell regle­men­tier­te Defi­ni­ti­on, was Coa­ching ist.

Was macht gutes Coaching so wertvoll?

Ja, was macht gutes Coa­ching für Ihre Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung tat­säch­lich so wert­voll? Und bei bestimm­ten Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben in Ihrem Leben im Grun­de genom­men auch unersetzlich?

Professionelles Coaching: Es gibt viele Definitionen

Auf die­se Fra­ge gibt es eine unüber­schau­ba­re Viel­zahl von unter­schied­li­chen Ant­wor­ten. Und da der Begriff Coa­ching nach wie vor nicht geschützt ist, gibt es auch kei­ne offi­zi­ell regle­men­tier­te Defi­ni­ti­on, was Coa­ching ist.

Unter ande­rem vari­ie­ren die ver­schie­de­nen Defi­ni­tio­nen von Coa­ching in Abhän­gig­keit von der Vari­an­te (z.B. Einzel‑, Paar‑, Gruppen‑, Team­coa­ching), den ange­wen­de­ten Coa­ching­me­tho­den, dem Anlass, der The­ma­tik, dem Ziel des Coa­chings, der Ziel­grup­pe und dem insti­tu­tio­nel­len Kon­text des Coachings.

Eine Frage, die wir individuell beantworten müssen

Da alle die­se Coa­ching­de­fi­ni­tio­nen sich auf einen rea­len Aspekt des Coa­chings bezie­hen, ist auch kei­ne der Defi­ni­tio­nen falsch. Die Wahl des jewei­li­gen Ver­ständ­nis­ses von Coa­ching bzw. pro­fes­sio­nel­lem Coa­ching bleibt also indi­vi­du­ell sehr unter­schied­lich. Und dies gilt natür­lich auch für mei­ne per­sön­li­che Beant­wor­tung der Fra­ge: was ist pro­fes­sio­nel­les Coaching?

Nach mei­nem Ver­ständ­nis ist pro­fes­sio­nel­les Coa­ching zunächst ein­mal for­mal gese­hen ganz ein­fach und unspek­ta­ku­lär eine Arbeits­be­zie­hung. Oder im bes­se­ren Fall ein Arbeits­bünd­nis zwi­schen einem ein­zel­nen Kli­en­ten oder einer Grup­pe bzw. Team von Kli­en­ten und einem Coach.

Ihr Projekt im Mittelpunkt

Der Kli­ent (ob Ein­zel­per­son oder Team) hat ein Pro­jekt mit einem Anlie­gen, das er ver­wirk­li­chen möch­te. Zu dem Zeit­punkt, da der Kli­ent einen Coach beauf­tragt, ist er der Über­zeu­gung, dass er die­ses Pro­jekt mit der Unter­stüt­zung eines Coa­ches schnel­ler und zuver­läs­si­ger errei­chen kann.

Die Pro­jek­te der Kli­en­ten kön­nen sehr ver­schie­den sein. Die Art des Pro­jek­tes bestimmt wesent­lich den Ablauf des Coa­chings. Und sie beein­flusst natür­lich die vom Coach not­wen­di­ger­wei­se gefor­der­ten Kom­pe­ten­zen. Und natür­lich auch die vom Coach vor­ge­schla­ge­ne Vor­ge­hens­wei­se und Coachingmethode.

Professionelles Coaching: Welche Projekte gibt es?

Pro­jek­te der Kli­en­ten kön­nen zum Bei­spiel sein: Kri­sen­in­ter­ven­ti­on und Pro­blem­lö­sung bei star­ken Ver­lus­ten, bei belas­ten­den Ver­än­de­run­gen, bei Kon­flik­ten, Krank­heit, dro­hen­der Krank­heit, Angst­zu­stän­den, Über­for­de­rung, Stress.

Bei die­ser Art von Pro­jekt ist die Erwar­tung und Ziel­set­zung des Kli­en­ten vor­an­ging die Ver­rin­ge­rung sei­nes Lei­dens­dru­ckes. Die­ser ist in der Regel auch die Moti­va­ti­on für die Beauf­tra­gung eines Coa­ches durch den Klienten.

Die zwei­te gro­ße Grup­pe von mög­li­chen Pro­jek­ten betrifft die per­sön­li­che und beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des Kli­en­ten. Der Kli­ent, der für die Errei­chung eines sol­chen Zie­les einen pro­fes­sio­nel­len Coach beauf­tragt, erwar­tet u.a.: eine Ver­bes­se­rung sei­ner vor­han­de­nen Kom­pe­ten­zen (spe­zi­ell Füh­rungs­kom­pe­ten­zen), das Erler­nen neu­er Kom­pe­ten­zen, sei­ne Kar­rie­re­ent­wick­lung, die Auf­lö­sung von inne­ren Blo­cka­den, den Auf­bau einer posi­ti­ven, beja­hen­den Bezie­hung zu sich selbst, die Stei­ge­rung sei­ner Gesund­heit, sei­nes Selbst­wert­ge­fühls und die Ver­bes­se­rung sei­nes phy­si­schen und psy­chi­schen Wohlbefindens.

Der Coach als Teil des Teams

Bei jedem die­ser unter­schied­li­chen Pro­jek­te des Kli­en­ten ist der pro­fes­sio­nel­le Coach Teil des Teams des Kli­en­ten. Teil des Teams des Kli­en­ten zu sein, ist in mei­nen Augen eine ganz wich­ti­ge Sicht­wei­se und Hal­tung des Coa­ches. Und sie bewahrt ihn auch vor Selbst­über­schät­zung sei­ner Rol­le und Bedeu­tung als Coach.

Zu dem jewei­li­gen Pro­jekt­team des Kli­en­ten kön­nen in Abhän­gig­keit von der The­ma­tik und der Ziel­set­zung des Pro­jek­tes wei­te­re pro­fes­sio­nel­le Spe­zia­lis­ten oder natür­lich auch Per­so­nen aus dem pri­va­ten Unter­stüt­zungs­netz­werk des Kli­en­ten (Freun­de, Part­ner, Fami­lie) gehören.

Ganz wesent­lich ist bei mei­nem Ver­ständ­nis von pro­fes­sio­nel­lem Coa­ching aber, dass der Coach bereit ist, sich in das Pro­jekt­team des Kli­en­ten ein­zu­fü­gen. Und dem Kli­en­ten als Dienst­leis­ter sei­ne Coa­ching­kom­pe­ten­zen in vol­lem Umfang und enga­giert für des­sen Ziel­er­rei­chung zur Ver­fü­gung zu stellen.

Der Klient als Chef

Der Kli­ent und nicht der Coach ist der Chef im Team des Kli­en­ten. Und er ist damit auch der Chef in die­ser Arbeits­be­zie­hung mit dem Coach. Letzt­end­lich ent­schei­det der Kli­ent als Auf­trag­ge­ber über das Ziel des Coa­chings und über den Weg zur Ziel­er­rei­chung. Des­halb ist er es tat­säch­lich auch, der den Coa­ching­pro­zess ent­spre­chend sei­ner Anlie­gen, sei­ner Bedürf­nis­se und sei­ner indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keit führt.

Ein guter pro­fes­sio­nel­ler Coach ist fähig, sich ein­fühl­sam, mit­füh­lend auf die Erleb­nis- und Bedürf­nis­welt des Kli­en­ten ein­zu­las­sen. Und dem Kli­en­ten auf die­se Art bei der Wahl des bes­ten Zie­les, des geeig­ne­ten Weges und der Füh­rung des Coa­ching­pro­zes­ses zu unterstützen.

Was macht einen guten Coach aus?

Ein guter pro­fes­sio­nel­ler Coach ist bereit sich durch die Bedürf­nis­se und die Anlie­gen des Kli­en­ten füh­ren zu las­sen. Gleich­zei­tig unter­stützt er den Kli­en­ten aber bei die­ser Füh­rung, indem er ihm Infor­ma­tio­nen, Wahr­neh­mun­gen, Impul­se anbie­tet, die dem Kli­en­ten oft unbe­wusst sind. Und die er des­halb ohne den Coach nicht ver­füg­bar hät­te und nicht für das Errei­chen sei­nes Zie­les nut­zen könnte.

In beson­ders kri­ti­schen und her­aus­for­dern­den Coa­ching­si­tua­tio­nen (z.B. star­ke Emo­tio­na­li­sie­rung, inne­re Blo­ckie­rung und Still­stand, radi­ka­le Infra­ge­stel­lung alter Wahr­hei­ten und Selbst­kon­zep­te des Kli­en­ten) kann es zeit­lich befris­tet auch sinn­voll oder sogar not­wen­dig sein, dass der Coach die allei­ni­ge Füh­rung im Coa­ching­pro­zess über­nimmt. Und den Kli­en­ten durch die­se kri­ti­sche Pha­se des Coa­ching­pro­zes­ses hin­durch­führt. Ihn sozu­sa­gen „an die Hand“ nimmt.

Wirk­lich gelun­gen und wert­voll ist ein pro­fes­sio­nel­les Coa­ching in mei­nen Augen dann, wenn der Kli­ent in der Zusam­men­ar­beit mit dem Coach für ihn nütz­li­che und wert­vol­le Ergeb­nis­se erzielt. Ergeb­nis­se, die er ohne die Mit­ar­beit des Coa­ches in sei­nem Pro­jekt­team nicht erreicht hätte.

Wie ein Coaching abläuft

Wie ein Coa­ching abläuft, hängt also ganz wesent­lich von dem Anlass, der The­ma­tik, der Erwar­tung, der Ziel­set­zung und der Per­sön­lich­keit des Kli­en­ten ab. Und natür­lich auch von der Per­sön­lich­keit, den Vor­er­fah­run­gen und den metho­di­schen Kom­pe­ten­zen des Coaches.

Außer­dem hängt der Ablauf des Coa­chings ganz wesent­lich davon ab, wel­ches qua­li­ta­ti­ve Ergeb­nis das Coa­ching erzie­len soll. Geht es bei dem Coa­ching um das Trai­ning vor­han­de­ner oder Erler­nen neu­er Kom­pe­ten­zen? Oder geht es um die Klä­rung, Erhel­lung und gege­be­nen­falls Lösung einer pro­ble­ma­ti­schen mit­un­ter auch „fest­ge­fah­re­nen“ pri­va­ten oder beruf­li­chen Lebens­si­tua­ti­on des Klienten?

Verbale Interaktion als Werkzeug

Die­se bei­den Ergeb­nis­se las­sen sich vor­ran­gig auf einer sach­li­chen, in schwa­cher Form auch emo­tio­na­len Ebe­ne der Inter­ak­ti­on errei­chen. Das dabei genutz­te Werk­zeug ist vor­ran­gig ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on. Kli­ent und Coach reflek­tie­ren, ana­ly­sie­ren, bewer­ten den Sach­ver­halt kogni­tiv. Und sie üben dann bei Bedarf neue Gewohn­hei­ten des Den­kens (= Glau­bens­sät­ze) und Ver­hal­tens­wei­sen ein.

Die ande­re Grup­pe von mög­li­chen qua­li­ta­ti­ven Coa­chin­g­er­geb­nis­sen bezieht sich auf die Aus­ein­an­der­set­zung mit blo­ckie­ren­den, belas­ten­den Kon­flik­ten aus der Ver­gan­gen­heit des Klienten.

Die tiefergehende emotionale Ebene

Hier ist zur Ver­rin­ger ung des Lei­dens­dru­ckes oder der gewünsch­ten persönlichen/​beruflichen Wei­ter­ent­wick­lung des Kli­en­ten die deut­lich tie­fer­ge­hen­de und damit not­wen­di­ger­wei­se inten­si­ve, emo­tio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung mit dem zurück­lie­gen­den Kon­flikt not­wen­dig. Denn nur durch die Lösung die­ses Kon­flik­tes kön­nen die in der Gegen­wart hin­der­li­chen Blo­cka­den und Ein­schrän­kun­gen beim Kli­en­ten besei­tigt werden.

Für eine sol­che Coa­chin­g­ar­beit muss der pro­fes­sio­nel­le Coach fähig sein, unbe­wuss­te Per­sön­lich­keits­an­tei­le und Kom­mu­ni­ka­ti­on des Kli­en­ten zu sehen und zu ver­ste­hen. Dies gelingt ihm, indem er intui­tiv-empa­thisch mit der Erleb­nis­welt des Kli­en­ten mitschwingt.

Und der Coach muss in der Lage sein, den Kon­flikt­lö­sungs­pro­zess des Kli­en­ten zu unter­stüt­zen, indem er auf intui­tiv-emo­tio­na­le Art und Wei­se Impul­se setzt. Impul­se, die den Kli­en­ten dann auf einer mehr oder weni­ger tie­fen, emo­tio­na­len Ebe­ne sei­nes Erle­bens erreichen.

Eine solch inten­si­ve, spe­zia­li­sier­te und auch län­ger dau­ern­de Coa­chin­g­ar­beit mit einem Kli­en­ten wird immer dann not­wen­dig, wenn tie­fer gehen­de, zurück­lie­gen­de Kon­flik­te die aktu­el­le, belas­ten­de Pro­ble­ma­tik ver­ur­sa­chen. Sie sozu­sa­gen „am Leben“ erhalten“.

Denn nur durch die emo­tio­na­le, inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sen Kon­flik­ten, kann der Kli­ent hier die von ihm ange­streb­ten Ergeb­nis­se erzielen.

Was ist die hohe Kunst des professionellen Coachings?

Die­se Art mit Kli­en­ten zu arbei­ten, ist nicht nur in mei­nen Augen die “hohe Kunst“ des Coa­chings. Denn sie erfor­dert ent­we­der ein aus­ge­präg­tes Talent des Coa­ches auf dem Gebiet der intui­tiv-emo­tio­na­len und empa­thi­schen Wahr­neh­mung, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Inter­ven­ti­on. Oder sie macht eine sehr inten­si­ve und umfäng­li­che Aus­bil­dung und auch per­sön­li­che Erfah­rung des Coa­ches bezüg­lich die­ser Kom­pe­ten­zen notwendig.

Sol­che spe­zia­li­sier­ten Fähig­kei­ten las­sen sich nicht in 3- 6 Wochen­end­se­mi­na­ren erler­nen. Außer sie sind bereits durch Talent oder Vor­er­fah­run­gen vor­han­den und müs­sen nur ver­fei­nert wer­den. Müs­sen die­se Coa­ching­kom­pe­ten­zen über­wie­gend neu erlernt wer­den, erfor­dert dies eine Aus­bil­dung von 1 – 3 Jah­ren. Und die­se muss dann auch eine inten­si­ve Reflek­ti­on der eige­nen Geschich­te und Per­sön­lich­keit des ange­hen­den Coa­ches beinhalten.

Der Prozess der Lösungsfindung

Die Klä­rung, Erhel­lung und gege­be­nen­falls Lösung einer pro­ble­ma­ti­schen mit­un­ter auch „fest­ge­fah­re­nen“ pri­va­ten oder beruf­li­chen Lebens­si­tua­ti­on des Kli­en­ten dage­gen lässt sich oft in 1 – 5 Coa­ching­sit­zun­gen erreichen.

Der pro­fes­sio­nel­le Coach, der einen Kli­en­ten bei die­sem Pro­zess beglei­tet und unter­stützt benö­tigt hier­zu Fähig­kei­ten, die er oft schon als enga­gier­ter, qua­li­fi­zier­ter Pro­jekt­lei­ter oder Füh­rungs­kraft im Rah­men sei­ner beruf­li­chen Tätig­keit erlernt hat. Und die dann in kür­ze­ren Coa­ching­aus­bil­dun­gen noch ver­fei­nert und erwei­tert wer­den können.

Die Ergeb­nis­se eines sol­chen Coa­chings sind für den Kli­en­ten in der Regel genau­so nütz­lich und wert­voll, wie die tie­fer gehen­de und damit inten­si­ve­re Coa­chin­g­ar­beit an blo­ckie­ren­den zurück­lie­gen­den Kon­flik­ten. Bei­de Qua­li­tä­ten des Coa­chings sind in mei­nen Augen unver­zicht­bar und von ihrem Stel­len­wert her als gleich­wer­tig zu bewerten.

Wie wirksam ist Coaching wirklich?

Zum Abschluss möch­te ich ger­ne noch auf die Wirk­sam­keit und den Nach­weis der Wirk­sam­keit der ver­schie­de­nen Coa­ching­me­tho­den ein­ge­hen. Bes­ser unter­sucht ist ein sol­cher Effekt bezüg­lich der Anwen­dung von Psychotherapieverfahren.

Die­se Ergeb­nis­se aus den Unter­su­chun­gen von Psy­cho­the­ra­pie­ver­fah­ren las­sen sich bedingt auch auf das pro­fes­sio­nel­le Coa­ching über­tra­gen. Sie wer­den von ver­ein­zel­ten Unter­su­chun­gen im Coa­ching­be­reich bestätigt.

Die Fra­ge, ob Psy­cho­the­ra­pie bzw. Coa­ching wirkt, ist anhand der Unter­su­chun­gen nicht klar zu beant­wor­ten. Die meis­ten Unter­su­chungs­ver­fah­ren basie­ren auf Selbst­ein­schät­zun­gen der Kli­en­ten und Therapeuten/​Coaches. Die­se erge­ben dann auch eine nach­weis­ba­re Wirk­sam­keit der unter­schied­li­chen Psy­cho­the­ra­pie-/Coa­ching­ver­fah­ren.

Objek­ti­ve Unter­su­chungs­ver­fah­ren sind sel­te­ner und erge­ben dann einen deut­lich gerin­ge­ren bis gar kei­nen Wir­kungs­ef­fekt der ver­schie­de­nen Verfahren.

Die Bedeutung der therapeutischen Allianz

Neben der ver­ein­zelt nach­ge­wie­se­nen Wirk­sam­keit von The­ra­pie und Coa­ching in Abhän­gig­keit von der jeweils ange­wen­de­ten Metho­de gibt es inter­es­san­ter­wei­se auch einen gene­rel­len, metho­den­un­ab­hän­gi­gen Wirk­fak­tor von Therapie/​Coaching. Die­sen nennt man die the­ra­peu­ti­sche Alli­anz zwi­schen Kli­en­ten und Therapeut/​Coach.

Die­se the­ra­peu­ti­sche Alli­anz kann ins­be­son­de­re in der Anfangs­pha­se der The­ra­pie und des Coa­chings 30%-70% in ein­zel­nen Fäl­len sogar 100% des posi­ti­ven Effek­tes der The­ra­pie, des Coa­chings bewir­ken. Und die­ser Effekt ist, wie gesagt, unab­hän­gig von der jewei­li­gen Methode.

Die­se „the­ra­peu­ti­sche Alli­anz“ betrifft die Qua­li­tät der Bezie­hung zwi­schen Kli­ent und Therapeut/​Coach. Ist die Bezie­hung des Therapeuten/​Coaches zum Kli­en­ten geprägt von Echt­heit + Auf­rich­tig­keit, Empa­thie + Ver­ständ­nis und Akzep­tanz + Wär­me, dann hat sie den posi­tivs­ten Ein­fluss auf die in The­ra­pie und Coa­ching erziel­ten Ergebnisse.

Die Beziehungsebene als Erfolgsfaktor

Ein wei­te­rer Fak­tor, der metho­den­über­grei­fend maß­geb­lich zum Erfolg von Therapie/​Coaching in der Anfangs­pha­se bei­trägt, ist das Ver­trau­en des Kli­en­ten in die Per­son und Kom­pe­tenz des Therapeuten/​Coaches. Und die Über­zeu­gung des Kli­en­ten, dass der Therapeut/​Coach ihm hel­fen kann. Sowie als 3. Fak­tor der gemein­sa­me Glau­be von Kli­ent und Therapeut/​Coach in die Wirk­sam­keit der jeweils ange­wen­de­ten Methode.

Wich­tig ist auch die Erfah­rung, dass unab­hän­gig von der ange­wen­de­ten Metho­de pro­fes­sio­nel­les Coa­ching umso wirk­sa­mer ist, je mehr Gefüh­le im Coa­ching­pro­zess ange­spro­chen und betei­ligt sind.

Gutes Coaching ist unersetzlich

In mei­nen Augen ist pro­fes­sio­nel­les, enga­gier­tes und kom­pe­ten­tes Coa­ching unglaub­lich wert­voll. Und bei bestimm­ten per­sön­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben ist es im Grun­de genom­men sogar unersetzlich.

Und pro­fes­sio­nel­les Coa­ching soll­te des­halb noch viel öfters und von mehr Men­schen zur Erzie­lung bes­se­rer Ergeb­nis­se genutzt wer­den. Beson­ders auch, um mehr Gesund­heit sowie psy­chi­sches und phy­si­sches Wohl­be­fin­den im eige­nen Leben zu errei­chen. (sie­he dazu auch mein Blog­bei­trag „Was macht gutes Coa­ching so wert­voll?“ (https://hohmann-coaching-frankfurt.de/was-macht-gutes-coaching-so-wertvoll )

Zur Ver­tie­fung und zur wis­sen­schaft­li­chen Fun­die­rung die­ses The­mas sie­he bit­te: Dr. Ger­hard Roth und Dr. Ali­ce Ryba: Coa­ching, Bera­tung und Gehirn: Neu­ro­bio­lo­gi­sche Grund­la­gen wirk­sa­mer Ver­än­de­rungs­pro­zess, Stutt­gart 2016