Was ist Erfolg?

Was ist Erfolg?

Was ist Erfolg?

Die Erfol­ge, die wir Men­schen erzie­len, wer­den mit die­ser Defi­ni­ti­on von Erfolg viel­sei­tig und vor allem mess­bar. So wis­sen wir ganz genau, ob wir erfolg­reich waren oder nicht. Wir brin­gen unser „erfolg­reich sein“ auf den Punkt und machen es dadurch zu einem kraft­vol­len, klar spür­ba­ren Gefühl und zu unse­rem Lebenssinn,…

Vier Gemeinsamkeiten immer, wenn wir über Erfolg reden

Immer, wenn ich höre oder lese, was ande­re Men­schen über Erfolg sagen oder schrei­ben, fal­len mir vier Punk­te auf:

  1. Erfolg scheint für jeden etwas ande­res zu sein.
  2. Es wird ganz sel­ten klar defi­niert, was es kon­kret für den Ein­zel­nen heißt, erfolg­reich zu sein.
  3. Trotz feh­len­der über­ein­stim­men­der Defi­ni­ti­on von Erfolg, schei­nen wir uns den­noch alle zu verstehen.
  4. Wir set­zen Erfolg häu­fig ein­fach nur mit viel Geld ver­die­nen und/​oder reich sein gleich.

Ist Reichtum der einzige Ausdruck von Erfolg?

Aus letz­te­rem folgt, rei­che Men­schen gel­ten häu­fig zwangs­läu­fig auch als erfolg­reich. Und von erfolg­rei­chen Men­schen erwar­ten wir in der Regel, dass sie auch reich sind. Men­schen, die wenig oder nor­mal viel Geld haben, ver­die­nen zwar nach die­sem Ver­ständ­nis auch unse­re Auf­merk­sam­keit, wenn sie in ihrem Leben eben­falls sehr viel geleis­tet haben. Aber sie gel­ten für vie­le Men­schen den­noch nicht als erfolg­reich. Denn sie sind durch ihre Leis­tung nicht gleich­zei­tig auch reich geworden.

Wir begeg­nen die­sen Men­schen, dann mit­un­ter mit einem Gefühl des Bedau­erns oder sogar Mit­leids. Denn es ist ihnen trotz ihrer beach­tens­wer­ten Leis­tung nicht gleich­zei­tig auch gelun­gen, reich zu sein.

Um Erfolg zu erfassen, müssen wir weiter denken

Gro­ße Unter­neh­mens­be­rei­che, wie beson­ders das Netz­werk-Mar­ke­ting auch Mul­ti-Level-Mar­ke­ting mes­sen den Erfolg Ihrer Mit­ar­bei­ter fast aus­schließ­lich an der Höhe ihrer Ein­kom­men. Und natür­lich an der Grö­ße ihrer Autos und Häu­ser. Und sie moti­vie­ren ihre Mit­ar­bei­ter bevor­zugt durch mate­ri­el­le Incen­ti­ves wie Luxus­ar­ti­kel, Geld und Rei­sen zu bes­se­ren Leistungen.

In unse­rer Gesell­schaft kommt es viel zu kurz, dass unser erfolg­reich Sein aber auch noch mit etwas ande­rem ein­her­ge­hen kann als nur mit mate­ri­el­lem Reichtum. 

Materieller Wohlstand ist vollkommen in Ordnung

Ich möch­te an die­ser Stel­le ganz klar fest­stel­len, dass die­se Aus­sa­gen hier von mir jetzt bit­te nicht als mein Plä­doy­er gegen Reich­tum, mate­ri­el­len Über­fluss oder Luxus miss­ver­stan­den wer­den sol­len. Mate­ri­el­ler Wohl­stand, Reich­tum, Luxus auch Über­fluss dür­fen sein und soll­ten sogar mög­lichst vie­len Men­schen zugäng­lich sein. Und das bit­te nicht nur in unse­rer Gesellschaft.

Aller­dings hat­te ich aber immer schon das Gefühl, dass es nicht ange­mes­sen und damit auch nicht ziel­füh­rend ist, Erfolg aus­schließ­lich mit der Höhe des mate­ri­el­len Wohl­stan­des zu mes­sen. Im Sin­ne einer linea­ren Bezie­hung von je erfolg­rei­cher des­to rei­cher bzw. umge­kehrt je rei­cher des­to erfolgreicher.

Mit dieser Definition wird Erfolg zu unserem Lebenssinn

Und so war ich durch­aus begeis­tert, als ich im Jahr 2009 im Rah­men mei­ner Zusam­men­ar­beit mit Lea­ders­hip Manage­ment Inter­na­tio­nal die Erfolgs­de­fi­ni­ti­on von Paul J. Mey­er ken­nen­lern­te. Paul j. Mey­er ist ein gro­ßer ame­ri­ka­ni­scher Spe­zia­list für Poten­ti­al- und Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung. Die­se Defi­ni­ti­on gefiel mir sofort sehr gut, weil Sie mein Emp­fin­den, was Erfolg ist, sehr tref­fend zum Aus­druck brach­te. Paul J. Mey­er sagte:

„Erfolg ist die fortschreitende Verwirklichung der für uns erstrebenswerten, im Voraus bestimmten Ziele.“ 

Anders aus­ge­drückt heißt dies, wir sind erfolg­reich, wenn wir uns ein attrak­ti­ves, anzie­hen­des Ziel set­zen. Und wenn wir die­ses klar und ein­deu­tig defi­nie­ren und es dann schritt­wei­se tat­säch­lich in unse­rem Leben errei­chen. Es errei­chen und zwar genau so, wie wir es fest­ge­legt haben.

Dabei ist es unwich­tig, um wel­che Art von Ziel es sich tat­säch­lich han­delt. Wich­tig ist, dass wir uns die Ver­wirk­li­chung die­ses Zie­les wirk­lich wün­schen. Ein Ver­lan­gen danach ver­spü­ren, weil es attrak­tiv und wert­voll für uns ist. Und dass damit das Errei­chen die­ses Zie­les für uns ein Gewinn ist, der uns glück­lich und zufrie­den macht.

Mit die­ser Defi­ni­ti­on von Erfolg kann erfolg­reich sein zu unse­rem Lebens­sinn werden.

Welche Verbesserungen bringt diese Definition?

Bezo­gen auf mei­ne vier oben genann­ten für mich unbe­frie­di­gen­den Beob­ach­tun­gen hin­sicht­lich des aktu­el­len all­ge­mei­nen Ver­ständ­nis­ses von Erfolg, kön­nen wir mit die­ser Defi­ni­ti­on nun in mei­nen Augen fol­gen­de Ver­bes­se­run­gen erzielen:

Erfolg darf für jeden etwas anderes sein

  1. Wir haben eine Erklä­rung, war­um Erfolg für jeden Men­schen etwas ande­res ist. Weil näm­lich jeder Mensch ande­re Wün­sche, Bedürf­nis­se und Prio­ri­tä­ten hat. Und weil sich jeder Mensch des­halb auf Grund sei­ner sehr unter­schied­li­chen Bedürf­nis­se auch sehr unter­schied­li­che Zie­le setzt.

Somit ist der eine Mensch erfolg­reich, wenn er sich ein bestimm­tes, tol­les Auto kauft. Der ande­re, wenn er auf­hört zu rau­chen. Und der drit­te, wenn es ihm gelingt, wie geplant jeden Tag 30 Minu­ten zu medi­tie­ren usw.

Erfolgreich sein ist eindeutig definiert

  1. Wir gewin­nen eine kla­re Defi­ni­ti­on dafür, was Erfolg ist und wann jemand erfolg­reich ist. Wir wis­sen also, wor­über wir kon­kret reden, wenn wir über erfolg­reich sein reden. Erfolg ist die Ver­wirk­li­chung eines im Vor­hin­ein fest­ge­leg­ten erstre­bens­wer­ten, wert­vol­len Zie­les. Erfolg­reich sind dem­nach die Men­schen, die ihre Zie­le tat­säch­lich erreichen.

Wir kön­nen also mit die­ser Defi­ni­ti­on zuver­läs­sig bestim­men, ob ein Mensch mit sei­ner Akti­on erfolg­reich war oder nicht. Hat er sein vor­her fest­ge­leg­tes Ziel genau­so erreicht, wie geplant, dann war er erfolg­reich. Hat er sein Ziel ver­fehlt dann war er eben nicht erfolgreich.

So kann nach einer Lohn­er­hö­hungs­ver­hand­lung, der Ange­stell­te, der mit 6.000 Euro die Ver­hand­lung ver­lässt, erfolg­reich sein. Wäh­rend der­je­ni­ge, der sie mit 10000 Euro ver­lässt, erfolg­los ist.

Eben des­halb, weil der ers­te, das Ziel hat­te, sein Gehalt von 5.000 auf 6.000 Euro zu erhö­hen und dies auch schaff­te. Wäh­rend der zwei­te sein Gehalt von 10.000 auf 12.000 erhö­hen woll­te, aber bei 10.000 Euro ste­hen geblie­ben ist.

Erfolgreiche Menschen müssen nicht reich sein

  1. Mit die­ser Defi­ni­ti­on ist auch klar, war­um ein Mensch, der erfolg­reich ist, nicht auto­ma­tisch auch viel Geld haben muss. Und war­um ein ande­rer, der reich ist, des­halb nicht zwangs­läu­fig auch erfolg­reich sein muss.

Jeder kann erfolgreich sein

4. Der wirk­li­che Nut­zen die­ser Defi­ni­ti­on besteht in mei­nen Augen tat­säch­lich aber dar­in, dass sogar jeder Mensch, der in einer kri­sen­haf­ten, schwie­ri­gen Lebens­si­tua­ti­on ist erfolg­reich sein kann. Auch wenn er gemes­sen an sei­nen äuße­ren Lebens­um­stän­den sogar „ganz am Boden ist“.

So kann ein Arbeits­lo­ser, der sich zum Ziel gesetzt hat, jede Woche 5 Bewer­bun­gen abzu­schi­cken und 10 Fir­men anzu­ru­fen, sich auch erfolg­reich füh­len. Eben wenn er die­ses Ziel am Ende der Woche tat­säch­lich erreicht hat. Und er kann sich auch als erfolg­reich erle­ben, wenn er mit die­sen Hand­lun­gen bis­her noch kei­nen neu­en Arbeits­platz gefun­den hat.

Erfolg stärkt das Selbstwertgefühl

Mit die­sen per­sön­li­chen Erfol­gen hat er aber die Chan­ce, die­ses brem­sen­de Gefühl, erfolg­los oder ein Ver­sa­ger zu sein, weil er sei­ne Arbeit ver­lo­ren hat, ins Gegen­teil umzu­dre­hen. Und er kann das Gefühl ent­wi­ckeln, jetzt tat­säch­lich wie­der erfolg­reich zu sein. Erfolg­reich, weil er die Zie­le, die er sich tag­täg­lich setzt, auch erreicht.

Und als in sei­nen eige­nen Augen erfolg­rei­cher stärkt er somit sei­nen Selbst­wert und sein Selbst­ver­trau­en. Und er erhöht damit sei­ne Chan­cen auch sein über­ge­ord­ne­tes Ziel, näm­lich eine neue Arbeit zu fin­den, eben­falls zu erreichen.

Die­se Defi­ni­ti­on von Erfolg, die „erfolg­reich sein“ los­löst von „viel Geld haben müs­sen“ und „ein rie­si­ges Pro­jekt ver­wirk­li­chen müs­sen“ gibt uns in jeder Lebens­si­tua­ti­on die Chan­ce ein erfolg­rei­cher Mensch zu sein. Auch wenn wir „nur“ ein klei­nes Ziel erreichen.

Erfolg macht noch erfolgreicher

Ein Anruf, den wir schon lan­ge machen woll­ten und den wir uns jetzt als Ziel set­zen und dann auch durch­füh­ren ist jetzt ein Erfolg. Und die­ser Erfolg stärkt uns inner­lich. Eine Arbeit im Haus­halt, die Ein­kom­mens­steu­er­erklä­rung, die Über­wei­sung einer Rech­nung, die wir schon lan­ge vor uns her­schie­ben, wird zu einem Erfolg. Wenn wir uns einen Ter­min set­zen und sie dann auch tat­säch­lich erledigen.

Die­se Erfol­ge kön­nen dann wie­der neue Ener­gien frei­set­zen, um uns anspruchs­vol­le­re Zie­le zu set­zen. Und die­se dann eben­falls zu errei­chen und damit auch hier erfolg­reich zu sein.

Erfolge werden vielseitig und messbar

Die Erfol­ge, die wir Men­schen erzie­len, wer­den mit die­ser Defi­ni­ti­on von Erfolg viel­sei­tig und vor allem mess­bar. So wis­sen wir ganz genau, ob wir erfolg­reich waren oder nicht. Wir brin­gen unser „erfolg­reich sein“ auf den Punkt und machen es dadurch zu einem kraft­vol­len, klar spür­ba­ren Gefühl. Und die­ses Gefühl stärkt uns für das Errei­chen unse­rer nächs­ten Zie­le. Und es befä­higt uns damit für mehr und anhal­ten­den Erfolg in unse­rem Leben und unse­rer Gemeinschaft.