Zeiten der Veränderung

Zeiten der Veränderung

Zeiten der Veränderung

Zei­ten der Ver­än­de­rung Im Fluss des augen­blick­li­chen Seins Tie­fe, Tie­fe, Tie­fe in mir. Erschüt­te­rung! Ver­un­si­che­rung! Nicht wis­sen wie, war­um, wohin? Ver­än­de­run­gen kom­men über mich und schüt­teln mich.

Zeiten der Veränderung

Im Fluss des augen­blick­li­chen Seins

Tie­fe, Tie­fe,
Tie­fe in mir.
Erschüt­te­rung! Ver­un­si­che­rung!
Nicht wis­sen wie,
war­um, wohin?
Ver­än­de­run­gen kom­men über mich
und schüt­teln mich.
Las­sen mich tau­meln,
fal­le fast.
Kann mich doch noch hal­ten!
Wei­ne, trau­er
um das, was war.
War es gut?
War es es wert?
Wohin will ich?
War­um will ich nicht gehen,
hal­te an dem Alten fest.
Ver­än­de­rung kommt über mich.
Nicht gewollt.
Nicht geplant.
Ein­fach so.
Sie kommt und geht
wie alles im Leben.
Durch­at­men!
Es ist alles gut.
Ver­än­de­rung ist unser Leben.
Sie gehört dazu.
Leben heißt Ver­än­de­rung!
Und den­noch.
Ver­nunft ist kein wirk­lich guter Bera­ter
auf die­sem Weg,
der Flie­ßen, Ver­trau­en
und Lie­be erfor­dert.
Ver­än­de­rung, wohin führst Du mich?
Kann ich Dir ver­trau­en?
Bist Du mein Freund?
Oder habe ich eigent­lich
gar kei­ne ande­re Wahl,
als Dir zu ver­trau­en?
Mich Dir hin­zu­ge­ben,
Dir zu fol­gen,
dort­hin, wo du mich führst.
Ich füh­le mich schwach
und aus­ge­lie­fert und klein.
Darf ich wirk­lich ich sein,
so wie ich bin?
Ver­än­de­rung, du bist mein Freund!
Ich stel­le mich Dir.
Ich fol­ge Dir.
Gebe mich Dir hin.
Spü­re aber den­noch
oder gera­de des­halb
mei­ne Kraft und mei­ne Stär­ke.
Mei­ne unnach­ahm­li­che Art zu sein,
die ich so sehr lie­be
an die­sem mei­nem Leben.
Ver­än­de­rung, sei mir will­kom­men!
Nicht,
weil Du unver­meid­bar bist,
son­dern,
weil Du mich weg­führst
zu neu­en Ufern,
neu­en Strän­den
und neu­en Wel­ten,
die ich nie zuvor gese­hen habe.
Ver­än­de­rung,
ich dan­ke Dir
von gan­zem Her­zen.
Lass uns Brü­der,
Freun­de
und Ver­bün­de­te sein!
Dan­ke mein Freund.

Frank­furt, Oran­ge Beach, 09.09.14, 17.40Uhr

Was ist professionelles Coaching?

Was ist professionelles Coaching?

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

Was haben die­ser Song der Beat­les und unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem gemein­sam? Der Song „Let it be“ ist pure Beru­hi­gung Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu…

Was ist professionelles Coaching?

Auf die­se Fra­ge gibt es eine unüber­schau­ba­re Viel­zahl von unter­schied­li­chen Ant­wor­ten. Und da der Begriff Coa­ching nach wie vor nicht geschützt ist, gibt es auch kei­ne offi­zi­ell regle­men­tier­te Defi­ni­ti­on, was Coa­ching ist.

Was macht gutes Coaching so wertvoll?

Ja, was macht gutes Coa­ching für Ihre Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung tat­säch­lich so wert­voll? Und bei bestimm­ten Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben in Ihrem Leben im Grun­de genom­men auch unersetzlich?

Professionelles Coaching: Es gibt viele Definitionen

Auf die­se Fra­ge gibt es eine unüber­schau­ba­re Viel­zahl von unter­schied­li­chen Ant­wor­ten. Und da der Begriff Coa­ching nach wie vor nicht geschützt ist, gibt es auch kei­ne offi­zi­ell regle­men­tier­te Defi­ni­ti­on, was Coa­ching ist.

Unter ande­rem vari­ie­ren die ver­schie­de­nen Defi­ni­tio­nen von Coa­ching in Abhän­gig­keit von der Vari­an­te (z.B. Einzel‑, Paar‑, Gruppen‑, Team­coa­ching), den ange­wen­de­ten Coa­ching­me­tho­den, dem Anlass, der The­ma­tik, dem Ziel des Coa­chings, der Ziel­grup­pe und dem insti­tu­tio­nel­len Kon­text des Coachings.

Eine Frage, die wir individuell beantworten müssen

Da alle die­se Coa­ching­de­fi­ni­tio­nen sich auf einen rea­len Aspekt des Coa­chings bezie­hen, ist auch kei­ne der Defi­ni­tio­nen falsch. Die Wahl des jewei­li­gen Ver­ständ­nis­ses von Coa­ching bzw. pro­fes­sio­nel­lem Coa­ching bleibt also indi­vi­du­ell sehr unter­schied­lich. Und dies gilt natür­lich auch für mei­ne per­sön­li­che Beant­wor­tung der Fra­ge: was ist pro­fes­sio­nel­les Coaching?

Nach mei­nem Ver­ständ­nis ist pro­fes­sio­nel­les Coa­ching zunächst ein­mal for­mal gese­hen ganz ein­fach und unspek­ta­ku­lär eine Arbeits­be­zie­hung. Oder im bes­se­ren Fall ein Arbeits­bünd­nis zwi­schen einem ein­zel­nen Kli­en­ten oder einer Grup­pe bzw. Team von Kli­en­ten und einem Coach.

Ihr Projekt im Mittelpunkt

Der Kli­ent (ob Ein­zel­per­son oder Team) hat ein Pro­jekt mit einem Anlie­gen, das er ver­wirk­li­chen möch­te. Zu dem Zeit­punkt, da der Kli­ent einen Coach beauf­tragt, ist er der Über­zeu­gung, dass er die­ses Pro­jekt mit der Unter­stüt­zung eines Coa­ches schnel­ler und zuver­läs­si­ger errei­chen kann.

Die Pro­jek­te der Kli­en­ten kön­nen sehr ver­schie­den sein. Die Art des Pro­jek­tes bestimmt wesent­lich den Ablauf des Coa­chings. Und sie beein­flusst natür­lich die vom Coach not­wen­di­ger­wei­se gefor­der­ten Kom­pe­ten­zen. Und natür­lich auch die vom Coach vor­ge­schla­ge­ne Vor­ge­hens­wei­se und Coachingmethode.

Professionelles Coaching: Welche Projekte gibt es?

Pro­jek­te der Kli­en­ten kön­nen zum Bei­spiel sein: Kri­sen­in­ter­ven­ti­on und Pro­blem­lö­sung bei star­ken Ver­lus­ten, bei belas­ten­den Ver­än­de­run­gen, bei Kon­flik­ten, Krank­heit, dro­hen­der Krank­heit, Angst­zu­stän­den, Über­for­de­rung, Stress.

Bei die­ser Art von Pro­jekt ist die Erwar­tung und Ziel­set­zung des Kli­en­ten vor­an­ging die Ver­rin­ge­rung sei­nes Lei­dens­dru­ckes. Die­ser ist in der Regel auch die Moti­va­ti­on für die Beauf­tra­gung eines Coa­ches durch den Klienten.

Die zwei­te gro­ße Grup­pe von mög­li­chen Pro­jek­ten betrifft die per­sön­li­che und beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des Kli­en­ten. Der Kli­ent, der für die Errei­chung eines sol­chen Zie­les einen pro­fes­sio­nel­len Coach beauf­tragt, erwar­tet u.a.: eine Ver­bes­se­rung sei­ner vor­han­de­nen Kom­pe­ten­zen (spe­zi­ell Füh­rungs­kom­pe­ten­zen), das Erler­nen neu­er Kom­pe­ten­zen, sei­ne Kar­rie­re­ent­wick­lung, die Auf­lö­sung von inne­ren Blo­cka­den, den Auf­bau einer posi­ti­ven, beja­hen­den Bezie­hung zu sich selbst, die Stei­ge­rung sei­ner Gesund­heit, sei­nes Selbst­wert­ge­fühls und die Ver­bes­se­rung sei­nes phy­si­schen und psy­chi­schen Wohlbefindens.

Der Coach als Teil des Teams

Bei jedem die­ser unter­schied­li­chen Pro­jek­te des Kli­en­ten ist der pro­fes­sio­nel­le Coach Teil des Teams des Kli­en­ten. Teil des Teams des Kli­en­ten zu sein, ist in mei­nen Augen eine ganz wich­ti­ge Sicht­wei­se und Hal­tung des Coa­ches. Und sie bewahrt ihn auch vor Selbst­über­schät­zung sei­ner Rol­le und Bedeu­tung als Coach.

Zu dem jewei­li­gen Pro­jekt­team des Kli­en­ten kön­nen in Abhän­gig­keit von der The­ma­tik und der Ziel­set­zung des Pro­jek­tes wei­te­re pro­fes­sio­nel­le Spe­zia­lis­ten oder natür­lich auch Per­so­nen aus dem pri­va­ten Unter­stüt­zungs­netz­werk des Kli­en­ten (Freun­de, Part­ner, Fami­lie) gehören.

Ganz wesent­lich ist bei mei­nem Ver­ständ­nis von pro­fes­sio­nel­lem Coa­ching aber, dass der Coach bereit ist, sich in das Pro­jekt­team des Kli­en­ten ein­zu­fü­gen. Und dem Kli­en­ten als Dienst­leis­ter sei­ne Coa­ching­kom­pe­ten­zen in vol­lem Umfang und enga­giert für des­sen Ziel­er­rei­chung zur Ver­fü­gung zu stellen.

Der Klient als Chef

Der Kli­ent und nicht der Coach ist der Chef im Team des Kli­en­ten. Und er ist damit auch der Chef in die­ser Arbeits­be­zie­hung mit dem Coach. Letzt­end­lich ent­schei­det der Kli­ent als Auf­trag­ge­ber über das Ziel des Coa­chings und über den Weg zur Ziel­er­rei­chung. Des­halb ist er es tat­säch­lich auch, der den Coa­ching­pro­zess ent­spre­chend sei­ner Anlie­gen, sei­ner Bedürf­nis­se und sei­ner indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keit führt.

Ein guter pro­fes­sio­nel­ler Coach ist fähig, sich ein­fühl­sam, mit­füh­lend auf die Erleb­nis- und Bedürf­nis­welt des Kli­en­ten ein­zu­las­sen. Und dem Kli­en­ten auf die­se Art bei der Wahl des bes­ten Zie­les, des geeig­ne­ten Weges und der Füh­rung des Coa­ching­pro­zes­ses zu unterstützen.

Was macht einen guten Coach aus?

Ein guter pro­fes­sio­nel­ler Coach ist bereit sich durch die Bedürf­nis­se und die Anlie­gen des Kli­en­ten füh­ren zu las­sen. Gleich­zei­tig unter­stützt er den Kli­en­ten aber bei die­ser Füh­rung, indem er ihm Infor­ma­tio­nen, Wahr­neh­mun­gen, Impul­se anbie­tet, die dem Kli­en­ten oft unbe­wusst sind. Und die er des­halb ohne den Coach nicht ver­füg­bar hät­te und nicht für das Errei­chen sei­nes Zie­les nut­zen könnte.

In beson­ders kri­ti­schen und her­aus­for­dern­den Coa­ching­si­tua­tio­nen (z.B. star­ke Emo­tio­na­li­sie­rung, inne­re Blo­ckie­rung und Still­stand, radi­ka­le Infra­ge­stel­lung alter Wahr­hei­ten und Selbst­kon­zep­te des Kli­en­ten) kann es zeit­lich befris­tet auch sinn­voll oder sogar not­wen­dig sein, dass der Coach die allei­ni­ge Füh­rung im Coa­ching­pro­zess über­nimmt. Und den Kli­en­ten durch die­se kri­ti­sche Pha­se des Coa­ching­pro­zes­ses hin­durch­führt. Ihn sozu­sa­gen „an die Hand“ nimmt.

Wirk­lich gelun­gen und wert­voll ist ein pro­fes­sio­nel­les Coa­ching in mei­nen Augen dann, wenn der Kli­ent in der Zusam­men­ar­beit mit dem Coach für ihn nütz­li­che und wert­vol­le Ergeb­nis­se erzielt. Ergeb­nis­se, die er ohne die Mit­ar­beit des Coa­ches in sei­nem Pro­jekt­team nicht erreicht hätte.

Wie ein Coaching abläuft

Wie ein Coa­ching abläuft, hängt also ganz wesent­lich von dem Anlass, der The­ma­tik, der Erwar­tung, der Ziel­set­zung und der Per­sön­lich­keit des Kli­en­ten ab. Und natür­lich auch von der Per­sön­lich­keit, den Vor­er­fah­run­gen und den metho­di­schen Kom­pe­ten­zen des Coaches.

Außer­dem hängt der Ablauf des Coa­chings ganz wesent­lich davon ab, wel­ches qua­li­ta­ti­ve Ergeb­nis das Coa­ching erzie­len soll. Geht es bei dem Coa­ching um das Trai­ning vor­han­de­ner oder Erler­nen neu­er Kom­pe­ten­zen? Oder geht es um die Klä­rung, Erhel­lung und gege­be­nen­falls Lösung einer pro­ble­ma­ti­schen mit­un­ter auch „fest­ge­fah­re­nen“ pri­va­ten oder beruf­li­chen Lebens­si­tua­ti­on des Klienten?

Verbale Interaktion als Werkzeug

Die­se bei­den Ergeb­nis­se las­sen sich vor­ran­gig auf einer sach­li­chen, in schwa­cher Form auch emo­tio­na­len Ebe­ne der Inter­ak­ti­on errei­chen. Das dabei genutz­te Werk­zeug ist vor­ran­gig ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on. Kli­ent und Coach reflek­tie­ren, ana­ly­sie­ren, bewer­ten den Sach­ver­halt kogni­tiv. Und sie üben dann bei Bedarf neue Gewohn­hei­ten des Den­kens (= Glau­bens­sät­ze) und Ver­hal­tens­wei­sen ein.

Die ande­re Grup­pe von mög­li­chen qua­li­ta­ti­ven Coa­chin­g­er­geb­nis­sen bezieht sich auf die Aus­ein­an­der­set­zung mit blo­ckie­ren­den, belas­ten­den Kon­flik­ten aus der Ver­gan­gen­heit des Klienten.

Die tiefergehende emotionale Ebene

Hier ist zur Ver­rin­ger ung des Lei­dens­dru­ckes oder der gewünsch­ten persönlichen/​beruflichen Wei­ter­ent­wick­lung des Kli­en­ten die deut­lich tie­fer­ge­hen­de und damit not­wen­di­ger­wei­se inten­si­ve, emo­tio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung mit dem zurück­lie­gen­den Kon­flikt not­wen­dig. Denn nur durch die Lösung die­ses Kon­flik­tes kön­nen die in der Gegen­wart hin­der­li­chen Blo­cka­den und Ein­schrän­kun­gen beim Kli­en­ten besei­tigt werden.

Für eine sol­che Coa­chin­g­ar­beit muss der pro­fes­sio­nel­le Coach fähig sein, unbe­wuss­te Per­sön­lich­keits­an­tei­le und Kom­mu­ni­ka­ti­on des Kli­en­ten zu sehen und zu ver­ste­hen. Dies gelingt ihm, indem er intui­tiv-empa­thisch mit der Erleb­nis­welt des Kli­en­ten mitschwingt.

Und der Coach muss in der Lage sein, den Kon­flikt­lö­sungs­pro­zess des Kli­en­ten zu unter­stüt­zen, indem er auf intui­tiv-emo­tio­na­le Art und Wei­se Impul­se setzt. Impul­se, die den Kli­en­ten dann auf einer mehr oder weni­ger tie­fen, emo­tio­na­len Ebe­ne sei­nes Erle­bens erreichen.

Eine solch inten­si­ve, spe­zia­li­sier­te und auch län­ger dau­ern­de Coa­chin­g­ar­beit mit einem Kli­en­ten wird immer dann not­wen­dig, wenn tie­fer gehen­de, zurück­lie­gen­de Kon­flik­te die aktu­el­le, belas­ten­de Pro­ble­ma­tik ver­ur­sa­chen. Sie sozu­sa­gen „am Leben“ erhalten“.

Denn nur durch die emo­tio­na­le, inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sen Kon­flik­ten, kann der Kli­ent hier die von ihm ange­streb­ten Ergeb­nis­se erzielen.

Was ist die hohe Kunst des professionellen Coachings?

Die­se Art mit Kli­en­ten zu arbei­ten, ist nicht nur in mei­nen Augen die “hohe Kunst“ des Coa­chings. Denn sie erfor­dert ent­we­der ein aus­ge­präg­tes Talent des Coa­ches auf dem Gebiet der intui­tiv-emo­tio­na­len und empa­thi­schen Wahr­neh­mung, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Inter­ven­ti­on. Oder sie macht eine sehr inten­si­ve und umfäng­li­che Aus­bil­dung und auch per­sön­li­che Erfah­rung des Coa­ches bezüg­lich die­ser Kom­pe­ten­zen notwendig.

Sol­che spe­zia­li­sier­ten Fähig­kei­ten las­sen sich nicht in 3- 6 Wochen­end­se­mi­na­ren erler­nen. Außer sie sind bereits durch Talent oder Vor­er­fah­run­gen vor­han­den und müs­sen nur ver­fei­nert wer­den. Müs­sen die­se Coa­ching­kom­pe­ten­zen über­wie­gend neu erlernt wer­den, erfor­dert dies eine Aus­bil­dung von 1 – 3 Jah­ren. Und die­se muss dann auch eine inten­si­ve Reflek­ti­on der eige­nen Geschich­te und Per­sön­lich­keit des ange­hen­den Coa­ches beinhalten.

Der Prozess der Lösungsfindung

Die Klä­rung, Erhel­lung und gege­be­nen­falls Lösung einer pro­ble­ma­ti­schen mit­un­ter auch „fest­ge­fah­re­nen“ pri­va­ten oder beruf­li­chen Lebens­si­tua­ti­on des Kli­en­ten dage­gen lässt sich oft in 1 – 5 Coa­ching­sit­zun­gen erreichen.

Der pro­fes­sio­nel­le Coach, der einen Kli­en­ten bei die­sem Pro­zess beglei­tet und unter­stützt benö­tigt hier­zu Fähig­kei­ten, die er oft schon als enga­gier­ter, qua­li­fi­zier­ter Pro­jekt­lei­ter oder Füh­rungs­kraft im Rah­men sei­ner beruf­li­chen Tätig­keit erlernt hat. Und die dann in kür­ze­ren Coa­ching­aus­bil­dun­gen noch ver­fei­nert und erwei­tert wer­den können.

Die Ergeb­nis­se eines sol­chen Coa­chings sind für den Kli­en­ten in der Regel genau­so nütz­lich und wert­voll, wie die tie­fer gehen­de und damit inten­si­ve­re Coa­chin­g­ar­beit an blo­ckie­ren­den zurück­lie­gen­den Kon­flik­ten. Bei­de Qua­li­tä­ten des Coa­chings sind in mei­nen Augen unver­zicht­bar und von ihrem Stel­len­wert her als gleich­wer­tig zu bewerten.

Wie wirksam ist Coaching wirklich?

Zum Abschluss möch­te ich ger­ne noch auf die Wirk­sam­keit und den Nach­weis der Wirk­sam­keit der ver­schie­de­nen Coa­ching­me­tho­den ein­ge­hen. Bes­ser unter­sucht ist ein sol­cher Effekt bezüg­lich der Anwen­dung von Psychotherapieverfahren.

Die­se Ergeb­nis­se aus den Unter­su­chun­gen von Psy­cho­the­ra­pie­ver­fah­ren las­sen sich bedingt auch auf das pro­fes­sio­nel­le Coa­ching über­tra­gen. Sie wer­den von ver­ein­zel­ten Unter­su­chun­gen im Coa­ching­be­reich bestätigt.

Die Fra­ge, ob Psy­cho­the­ra­pie bzw. Coa­ching wirkt, ist anhand der Unter­su­chun­gen nicht klar zu beant­wor­ten. Die meis­ten Unter­su­chungs­ver­fah­ren basie­ren auf Selbst­ein­schät­zun­gen der Kli­en­ten und Therapeuten/​Coaches. Die­se erge­ben dann auch eine nach­weis­ba­re Wirk­sam­keit der unter­schied­li­chen Psy­cho­the­ra­pie-/Coa­ching­ver­fah­ren.

Objek­ti­ve Unter­su­chungs­ver­fah­ren sind sel­te­ner und erge­ben dann einen deut­lich gerin­ge­ren bis gar kei­nen Wir­kungs­ef­fekt der ver­schie­de­nen Verfahren.

Die Bedeutung der therapeutischen Allianz

Neben der ver­ein­zelt nach­ge­wie­se­nen Wirk­sam­keit von The­ra­pie und Coa­ching in Abhän­gig­keit von der jeweils ange­wen­de­ten Metho­de gibt es inter­es­san­ter­wei­se auch einen gene­rel­len, metho­den­un­ab­hän­gi­gen Wirk­fak­tor von Therapie/​Coaching. Die­sen nennt man die the­ra­peu­ti­sche Alli­anz zwi­schen Kli­en­ten und Therapeut/​Coach.

Die­se the­ra­peu­ti­sche Alli­anz kann ins­be­son­de­re in der Anfangs­pha­se der The­ra­pie und des Coa­chings 30%-70% in ein­zel­nen Fäl­len sogar 100% des posi­ti­ven Effek­tes der The­ra­pie, des Coa­chings bewir­ken. Und die­ser Effekt ist, wie gesagt, unab­hän­gig von der jewei­li­gen Methode.

Die­se „the­ra­peu­ti­sche Alli­anz“ betrifft die Qua­li­tät der Bezie­hung zwi­schen Kli­ent und Therapeut/​Coach. Ist die Bezie­hung des Therapeuten/​Coaches zum Kli­en­ten geprägt von Echt­heit + Auf­rich­tig­keit, Empa­thie + Ver­ständ­nis und Akzep­tanz + Wär­me, dann hat sie den posi­tivs­ten Ein­fluss auf die in The­ra­pie und Coa­ching erziel­ten Ergebnisse.

Die Beziehungsebene als Erfolgsfaktor

Ein wei­te­rer Fak­tor, der metho­den­über­grei­fend maß­geb­lich zum Erfolg von Therapie/​Coaching in der Anfangs­pha­se bei­trägt, ist das Ver­trau­en des Kli­en­ten in die Per­son und Kom­pe­tenz des Therapeuten/​Coaches. Und die Über­zeu­gung des Kli­en­ten, dass der Therapeut/​Coach ihm hel­fen kann. Sowie als 3. Fak­tor der gemein­sa­me Glau­be von Kli­ent und Therapeut/​Coach in die Wirk­sam­keit der jeweils ange­wen­de­ten Methode.

Wich­tig ist auch die Erfah­rung, dass unab­hän­gig von der ange­wen­de­ten Metho­de pro­fes­sio­nel­les Coa­ching umso wirk­sa­mer ist, je mehr Gefüh­le im Coa­ching­pro­zess ange­spro­chen und betei­ligt sind.

Gutes Coaching ist unersetzlich

In mei­nen Augen ist pro­fes­sio­nel­les, enga­gier­tes und kom­pe­ten­tes Coa­ching unglaub­lich wert­voll. Und bei bestimm­ten per­sön­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben ist es im Grun­de genom­men sogar unersetzlich.

Und pro­fes­sio­nel­les Coa­ching soll­te des­halb noch viel öfters und von mehr Men­schen zur Erzie­lung bes­se­rer Ergeb­nis­se genutzt wer­den. Beson­ders auch, um mehr Gesund­heit sowie psy­chi­sches und phy­si­sches Wohl­be­fin­den im eige­nen Leben zu errei­chen. (sie­he dazu auch mein Blog­bei­trag „Was macht gutes Coa­ching so wert­voll?“ (https://hohmann-coaching-frankfurt.de/was-macht-gutes-coaching-so-wertvoll )

Zur Ver­tie­fung und zur wis­sen­schaft­li­chen Fun­die­rung die­ses The­mas sie­he bit­te: Dr. Ger­hard Roth und Dr. Ali­ce Ryba: Coa­ching, Bera­tung und Gehirn: Neu­ro­bio­lo­gi­sche Grund­la­gen wirk­sa­mer Ver­än­de­rungs­pro­zess, Stutt­gart 2016


Persönliche Führung 4.0: PGIS — Mein 4‑Faktoren Modell

Persönliche Führung 4.0: PGIS — Mein 4‑Faktoren Modell

Persönliche Führung 4.0: PGIS — Mein 4‑Faktoren Modell

Ca. 85% des­sen, was wir Men­schen tags­über füh­len, den­ken, ent­schei­den und tun geschieht unbe­wusst also ohne, dass wir dies wil­lent­lich steu­ern. Dass wir uns offen­bar so oft in unse­rem Leben in einer Art „Blind­flug“ befin­den, ist den wenigs­ten von uns bewusst. Und ich…

Persönliche Führung 4.0

Selbst­steue­rung: Wir soll­ten als ers­tes ler­nen, uns selbst rich­tig zu füh­ren. Wer sind wir? Wel­ches sind unse­re Stär­ken? Wie moti­vie­ren wir uns und ande­re immer wie­der neu?

Ca. 85% des­sen, was wir Men­schen tags­über füh­len, den­ken, ent­schei­den und tun geschieht unbe­wusst also ohne, dass wir dies wil­lent­lich steu­ern.

Dass wir uns offen­bar so oft in unse­rem Leben in einer Art „Blind­flug“ befin­den, ist den wenigs­ten von uns bewusst. Und ich bin der Über­zeu­gung, dass die meis­ten von uns dies auch gar nicht wis­sen wol­len. Denn eines unser wich­tigs­ten mensch­li­chen Bedürf­nis­se besteht dar­in, uns und unser Leben bewusst zu len­ken und damit auch zu kontrollieren.

Persönliche Führung: Autopilot durch den Alltag

Tat­säch­lich wer­den wir aber den größ­ten Teil unse­res Lebens durch ein hoch­in­tel­li­gen­tes Misch­sys­tem aus auto­no­mer Steue­rung und Auto­pi­lot durch unse­ren All­tag geführt.
Die­ses kom­ple­xe Steue­rungs­sys­tem löst unse­re Gefüh­le aus, moti­viert uns, sagt uns, wo wir hin­wol­len, was uns wich­tig ist. Es führt uns zu Ent­schei­dun­gen, lässt uns auf ande­re Men­schen reagie­ren und sorgt dafür, dass wir uns aus­rei­chend ver­sor­gen, so dass wir gesund bleiben.

Wenn die­ses Steue­rungs­sys­tem durch unse­re Gene­tik, durch Erzie­hung und Sozia­li­sa­ti­on, durch unse­re Lebens­er­fah­run­gen ins­be­son­de­re in Kind­heit und Jugend gut pro­gram­miert ist, dann kön­nen wir gesun­de, glück­li­che und erfolg­rei­che Men­schen sein. Und dies gelingt, ohne dass wir hier­für je einen Plan ent­wi­ckelt haben. Und ohne, dass wir über­haupt wis­sen, wie­so unser Leben so gut funktioniert.

Steuerungssystem optimal programmieren

Sehr oft ist unser Steue­rungs­sys­tem aber nicht opti­mal pro­gram­miert. Das heißt, wir haben Glau­bens­sät­ze und Ver­hal­tens­ge­wohn­hei­ten ent­wi­ckelt, die uns immer wie­der die­sel­ben Ergeb­nis­se in unse­rem Leben besche­ren. Bezie­hun­gen, die nicht rich­tig funk­tio­nie­ren, Arbeits­plät­ze, an denen wir uns unwohl füh­len. Ver­lus­te und Nie­der­la­gen, die eigent­lich nicht hät­ten sein müs­sen. Und gesund­heit­li­che Pro­ble­me, die wir uns nicht erklä­ren können.

Wenn unser hoch­ent­wi­ckel­tes inter­nes Steue­rungs­sys­tem also nicht auf Gesund­heit, Glück und Wohl­stand pro­gram­miert ist, dann gibt es für uns nur eine Mög­lich­keit, um die­sen für uns mit­un­ter recht fol­gen­schwe­ren Zustand zu ändern:

Wir müs­sen viel öfter die bewuss­te Steue­rung unse­res Lebens über­neh­men. Und wir müs­sen unse­ren Auto­pi­lo­ten umprogrammieren.

Persönliche Führung wird immer wichtiger

Dies ist in mei­nen Augen eine wich­ti­ge Funk­ti­on von „per­sön­li­cher Füh­rung 4.0“ oder wie ande­re auch sagen „Selbst­füh­rung“. „Per­sön­li­che Füh­rung 4.0“ ist unse­re Fähig­keit, unser Füh­len, Den­ken und Han­deln bewusst zu steu­ern, zu trai­nie­ren und bei Bedarf eben auch umzuprogrammieren.

Die­se Fähig­keit zur per­sön­li­chen Füh­rung wird aktu­ell und in Zukunft immer wich­ti­ger. Unse­re Lebens­zu­sam­men­hän­ge wer­den kom­ple­xer, der Druck auf uns wird grö­ßer, die Welt um uns her­um ver­än­dert sich immer schnel­ler. Arbeit und Digi­ta­li­sie­rung 4.0, die Glo­ba­li­sie­rung der Welt und schließ­lich der Kli­ma­wan­del stel­len immer neue und grö­ße­re Anfor­de­run­gen an uns.

Wir sind mehr und mehr gefor­dert, uns selbst zu füh­ren, um fort­lau­fend dazu­zu­ler­nen, um inter­kul­tu­rell zu füh­len, zu den­ken und zu han­deln. Um per­ma­nent neue Lösun­gen zu fin­den und um bei all die­sen Her­aus­for­de­run­gen gesund, glück­lich und erfüllt zu blei­ben oder auch erst ein­mal zu werden.

Kooperative Wertschöpfung im Team

Die Gemein­schaf­ten im Klei­nen und auf Welt­ebe­ne, die koope­ra­ti­ve Wert­schöp­fung im Team sind die Basis für die Lösung unse­rer Her­aus­for­de­run­gen und für unser Über­le­ben auf die­ser Welt.

Dazu müs­sen wir unse­re Kom­mu­ni­ka­ti­on, unser Kon­flikt­lö­sungs­ver­hal­ten, unse­re Bereit­schaft und Fähig­keit zur Zusam­men­ar­beit wei­ter­ent­wi­ckeln. Und wir brau­chen Visio­nen, Krea­ti­vi­tät, Ent­schlos­sen­heit, Mut und ganz viel Motivation.

Und da, wo die­se bei uns als Indi­vi­du­um noch nicht in aus­rei­chen­dem Maße vor­han­den sind, müs­sen sie trai­niert und wei­ter­ent­wi­ckelt werden.

Dies ist „per­sön­li­che Füh­rung 4.0“. Dies sind mensch­li­che Kom­pe­ten­zen, die ich auf Grund mei­ner Erfah­run­gen und mei­nes Ver­ständ­nis­ses in mei­nem neu­en 4‑Faktoren Modell zusam­men­fas­se. Und die auf der Grund­la­ge die­ses Modells in vie­len ein­zel­nen Trai­nings­pro­gram­men von vie­len Spe­zia­lis­ten wei­ter­ge­ge­ben wer­den können.

Wei­ter­ge­ge­ben wer­den kön­nen an Men­schen, die ihre Fähig­keit zur per­sön­li­chen Füh­rung trai­nie­ren wollen.

Die vier Kernkompetenzen meines 4‑Faktoren-Modells

Die 4 Kern­kom­pe­ten­zen, die „per­sön­li­che Füh­rung 4.0“ aus­ma­chen sind:

  1. die per­sön­li­che Kompetenz 

u.a. Selbst­mo­ti­va­ti­on, Selbst­wert, Impuls­steue­rung, Intro­spek­ti­on und Selbst­re­flek­ti­on, Selbst­be­ja­hung und Selbst­lie­be, per­sön­li­che Weiterentwicklung

  1. die gesund­heit­li­che Kom­pe­tenz
    u.a. Ernäh­rung, kör­per­li­che Fit­ness, Ent­span­nung, Medi­ta­ti­on, Stress­ver­ar­bei­tung und
    Stres­sprä­ven­ti­on, Resilienz
  2. die intui­tiv-emo­tio­na­le Kom­pe­tenz
    Erken­nen und Steu­ern von Gefüh­len, Bedürf­nis­sen und Instink­ten, Krea­ti­vi­tät, Inno­va­ti­on,
    kom­ple­xe Ent­schei­dun­gen tref­fen, Los­las­sen, sich durch die eige­ne intui­ti­ve Intel­li­genz füh­ren
    las­sen, im Flow sein
  3. die sozia­le Kom­pe­tenz
    Bezie­hungs­fä­hig­keit, ver­ba­le und non­ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on, Team­ar­beit, inter­kul­tu­rel­les
    Ver­hal­ten, Konfliktmanagement

Warum alles bei unserem Ich beginnt

„Per­sön­li­che Füh­rung 4.0“ beginnt bei der Bezie­hung zu uns selbst also bei dem „Ich“. Sich selbst zu ken­nen, sich selbst wert­zu­schät­zen und zu beja­hen, mit sich selbst im Ein­klang zu sein, ist die Grund­la­ge für Mit­ein­an­der, Koope­ra­ti­on und bes­te Ergeb­nis­se in der Part­ner­schaft, also dem „Du“ und dem Team, dem „Wir“.

Die­se Rei­hen­fol­ge vom „Ich“ zum „Du“ zum „Wir“ hat nichts mit Ego­is­mus, Nar­ziss­mus oder Ego­ma­nie zu tun. Wir kön­nen uns erst 100%ig koope­ra­tiv und effi­zi­ent in eine Part­ner­schaft oder ein Team ein­fü­gen, wenn wir uns selbst anneh­men und mit uns selbst Frie­den geschlos­sen haben.

Die­ser Lern­pro­zess vom „Ich“, zum „Du“, zum „Wir“ ist der Kern­pro­zess von „per­sön­li­cher Füh­rung 4.0“

Mehr hier­zu sehr ger­ne in mei­nen nächs­ten Beiträgen.

„On the Road…Coming Home”

„On the Road…Coming Home”

„On the Road…Coming Home”

Per­sön­li­chen Gedan­ken über mein aktu­el­les Buch 27.04.20, nach­mit­tags, am Strand bei Wal­luf am Rhein Heu­te ist der 27. April 2020 nach­mit­tags. Deutsch­land und fast die gesam­te rest­li­che Welt befin­den sich gera­de in einem abso­lu­ten Aus­nah­me­zu­stand. Wir sind mitten…

Persönlichen Gedanken über mein aktuelles Buch

27.04.20, nach­mit­tags, am Strand bei Wal­luf am Rhein 

Heu­te ist der 27. April 2020 nach­mit­tags. Deutsch­land und fast die gesam­te rest­li­che Welt befin­den sich gera­de in einem abso­lu­ten Aus­nah­me­zu­stand. Wir sind mit­ten im Lock­down der aktu­el­len Coro­na Kri­se. Und wir erle­ben so gera­de eine voll­kom­men neue, bewe­gen­de, aber auch ver­un­si­chern­de Situa­ti­on. Denn die­se Welt wur­de von einem auf den ande­ren Tag durch einen neu­en, unbe­kann­ten Virus aus ihrer gewohn­ten Bahn gewor­fen. Und obwohl es bei uns seit Wochen auch eine Kon­takt­sper­re gibt, geht es uns hier in Deutsch­land im Gegen­satz zu den ande­ren euro­päi­schen Län­dern immer noch recht gut, denn wir dür­fen uns noch allein oder zu zweit mit dem ent­spre­chen­den Abstand drau­ßen im Frei­en bewe­gen und aufhalten. 

Und wir hat­ten die letz­ten Wochen wirk­lich Glück mit dem Wet­ter, das uns fast durch­ge­hend fan­tas­tisch viel blau­en Him­mel, Son­ne und mitt­ler­wei­le auch Wär­me bie­tet. Und so sit­ze ich jetzt gera­de an mei­nem Lieb­lings­platz in der Nähe von Wal­luf am Strand des Rheins unter einem Baum. Und ich schaue auf den Fluss, das vor­bei­flie­ßen­de Was­ser und die gro­ßen Last­käh­ne, die sich kraft­voll mit stamp­fen­den Moto­ren an mir vor­bei­schie­ben. Und ich fan­ge in die­sem Augen­blick an, den letz­ten Teil mei­nes Buches „On the Road… Com­ing Home“ in den Voice Recor­der mei­nes Han­dys zu spre­chen, mein per­sön­li­ches Vor­wort zu die­sem Buch.

Seit Anfang 2019, also seit gut einem Jahr, ruht jetzt mei­ne Arbeit an die­sem Buch, in das ich die Jah­re zuvor so viel Herz­blut, Offen­heit und auch Zeit gesteckt habe. Mei­ne Arbeit ruht, weil ich mich vor einem Jahr tat­säch­lich noch nicht getraut habe, die­ses Buch zu ver­öf­fent­li­chen, obwohl es im Grun­de genom­men fer­tig war. 

Zu mei­ner Zurück­hal­tung bei der Ver­öf­fent­li­chung die­ses Buches möch­te ich gleich wei­ter unten noch etwas schrei­ben. Jetzt möch­te ich ger­ne für alle Men­schen, die die­ses Buch in die Hand neh­men, noch ein­mal zurück­schau­en zu dem Anfang, zum Ursprung die­ses Buches und zu der Geschich­te sei­ner Entstehung. 

Es war Ende 2014, also vor gut fünf­ein­halb Jah­ren, als ich immer wie­der in mir das Bedürf­nis ver­spür­te, in der Art eines Tage­bu­ches mei­ne per­sön­li­chen Gedan­ken in den Voice Recor­der mei­nes Han­dys zu spre­chen, wenn mich etwas berühr­te, beweg­te und beschäf­tig­te. Wenn also gera­de etwas in mei­nem Leben pas­siert war oder ich mich mit einem The­ma aus­ein­an­der­setz­te, über das ich mich mit­tei­len woll­te. Ich hat­te also in die­sen Augen­bli­cken das Bedürf­nis, den Gefüh­len und Gedan­ken, die in mir waren, Wor­te zu ver­lei­hen und so auf die­se Art etwas los­zu­wer­den. Und mir so auch die Chan­ce zu geben, zu ver­ste­hen, was mich gera­de beschäftigte.

Nach­dem ich Ende 2014 eini­ge Male in sol­chen Augen­bli­cken mei­ne Gedan­ken in mein Han­dy gespro­chen hat­te, kam mir die Idee, aus die­sen Tex­ten ein Buch zu machen. Indem ich zwei Jah­re lang per­sön­li­che Gedan­ken in den Voice Recor­der mei­nes Han­dys sprach, wenn mich etwas sehr beweg­te oder mich ein The­ma nicht mehr los­ließ. Und die­se gesam­mel­ten Tex­te dann als Buch zu ver­öf­fent­li­chen. Und ich woll­te auf die­se Art zwei Jah­re lang mei­nen eige­nen Weg der per­sön­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung zu mir selbst nach Hau­se, auf dem ich mich zu die­sem Zeit­punkt schon vie­le Jah­re befand, beglei­ten. Ich woll­te mich so selbst aus­drü­cken und mei­ne per­sön­li­che Ent­wick­lung dadurch unter­stüt­zen. Und natür­lich woll­te ich mit die­sem Buch­pro­jekt auch die Erfah­run­gen und Ein­sich­ten mei­nes Pro­zes­ses ande­ren Men­schen, die sich eben­falls auf ihrem Weg der Wei­ter­ent­wick­lung befin­den, als Bei­trag und Impuls zur Ver­fü­gung stellen.

Und so ergab es sich, dass ich den ers­ten Tage­buch­text die­ses Buch­pro­jek­tes am 16. Dezem­ber 2014 in mei­nem Kurz­ur­laub auf Fuer­te­ven­tu­ra in den Voice Recor­der mei­nes Han­dys sprach. Und mei­ne inne­re Aus­ein­an­der­set­zung brach­te mich in dem Moment gleich mit einer Erfah­rung und einem The­ma in Berüh­rung, das vie­le von uns Men­schen immer wie­der tief in ihrem Wesen beschäf­tigt: Es ist unse­re Angst vor Ableh­nung, unse­re Angst davor in die­ser Welt, so wie wir als Men­schen sind, nicht will­kom­men zu sein und zurück­ge­wie­sen zu wer­den. Und ich konn­te in die­sem Augen­blick am Strand auf Fuer­te­ven­tu­ra eine Ver­bin­dung die­ser Angst mit dem Moment unse­rer Geburt und der Durch­tren­nung unse­rer Nabel­schnur nach der Geburt erken­nen. Ich war also gleich zu Anfang die­ses Pro­jek­tes mit­ten- drin im Kern unse­res mensch­li­chen Füh­lens und Seins.

Es folg­ten dann in den nächs­ten zwei Jah­ren bis zum Ende die­ses Buch­pro­jek­tes am 18. Dezem­ber 2016 ca. 130 wei­te­re Tex­te, von denen ich schließ­lich 116 aus­wähl­te und bear­bei­te­te und jetzt hier „end­lich“ in die­sem Buch veröffentliche.

Und natür­lich muss­ten die­se Tex­te, nach­dem ich sie Wort für Wort vom Voice Recor­der mei­nes Han­dys in mei­nen Lap­top über­tra­gen hat­te, noch kor­ri­giert und über­ar­bei­tet wer­den. Weil ich sie so, wie ich sie in mein Han­dy gespro­chen hat­te, nicht 1 zu 1 in mei­nem Buch abdru­cken konn­te. Weil ich beim frei­en Spre­chen in mein Han­dy mit­un­ter etwas durch­ein­an­der for­mu­liert hat­te, mit etli­chen Schach­tel­sät­zen und vie­len Gedan­ken­sprün­gen. Und in die­ser ursprüng­li­chen Form der gespro­che­nen Tex­te hät­ten ande­re Men­schen beim Lesen mei­nes Buches nicht so ein­fach ver­ste­hen kön­nen, was ich eigent­lich sagen will. Und sie hät­ten sehr wahr­schein­lich beim Lesen mei­ner per­sön­li­chen Gedan­ken auch kei­nen Spaß gehabt wegen die­ses „sper­ri­gen“ und etwas „unhand­li­chen“ Sprachstils.

Bei die­ser Kor­rek­tur der Spra­che und des Schreib­stils mei­ner Tex­te wur­de deren Inhalt, wur­den mei­ne zugrun­de lie­gen­den Gedan­ken aber nicht ver­än­dert. Sie blie­ben so erhal­ten, wie ich sie im jewei­li­gen Augen­blick in mein Han­dy gespro­chen hat­te, weil ich ja mit die­sem Buch genau die­se mei­ne Erfah­run­gen, Über­le­gun­gen und Erkennt­nis­se aus dem geleb­ten Augen­blick her­aus ande­ren Men­schen für ihre Aus­ein­an­der­set­zung mit ihrer eige­nen Per­son und ihrem Leben anbie­ten wollte.

Die Kor­rek­tur mei­ner Tex­te begann im Jahr 2016 und set­ze sich etap­pen­wei­se in den Jah­ren 2017 bis Ende 2018 fort. Ich nahm in die­ser Zeit an einer sehr guten 2‑jährigen Fort­bil­dung im Bereich Neu­ro­wis­sen­schaf­ten teil. Und dabei erhielt ich „aus ers­ter Hand“ von teil­wei­se recht nam­haf­ten Pro­fes­so­ren die aktu­el­len Erkennt­nis­se der Geh­hirn­for­schung über unser mensch­li­ches Füh­len, Den­ken und Han­deln. Ich erleb­te die­se Fort­bil­dung als fan­tas­ti­sche Ergän­zung mei­ner per­sön­li­chen Erfah­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re und bin auch jetzt immer noch froh, an die­ser Fort­bil­dung teil­ge­nom­men zu haben. Und eini­ge der Erfah­run­gen, die ich in den zwei Jah­ren mei­nes Buch­pro­jek­tes mach­te, erschie­nen mir auf­grund der For­schungs­er­geb­nis­se plötz­lich in einem ganz ande­ren Licht und wur­den für mich so erklär­ba­rer und verständlicher.

Was macht gutes Coaching so wertvoll?

Was macht gutes Coaching so wertvoll?

Was macht gutes Coaching so wertvoll?

Ja, was macht gutes Coa­ching für Ihre Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung tat­säch­lich so wert­voll? Und bei bestimm­ten Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben in Ihrem Leben im Grun­de genom­men auch unersetzlich? 

Ja, was macht gutes Coa­ching für Ihre Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung tat­säch­lich so wert­voll? Und bei bestimm­ten Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben in Ihrem Leben im Grun­de genom­men auch unersetzlich?

Verloren in einem Labyrinth

Stel­len sie sich ganz ein­fach ein Laby­rinth vor! Jeder von Ihnen kennt ein Laby­rinth. Wenn sie von oben auf ein Laby­rinth drauf schau­en, dann erscheint alles ganz ein­fach. Sie erken­nen recht schnell, wie sie gehen müs­sen und wie Sie nicht gehen dür­fen, um aus dem Laby­rinth herauszukommen.

Wenn sie aber mit­ten drin­nen in einem Laby­rinth ste­cken, dann ist es ver­wir­rend für Sie. Dann wis­sen sie nicht, wie Ihr rich­ti­ger Weg ist und wohin sie gehen müs­sen. Und wie Sie sich jeweils ent­schei­den müs­sen, um den Aus­gang aus dem Laby­rinth und damit die Lösung zu finden.

Wenn Ihr Leben wie ein Labyrinth ist

Wenn Sie sich in Ihrem Leben in einer her­aus­for­dern­den Situa­ti­on befin­den, einem Kon­flikt, einer star­ken Ver­än­de­rung oder einem schwe­ren Ver­lust, füh­len und erle­ben sie sich oft wie ein Mensch in einem Labyrinth.

Sie sehen Ihren Weg durch die­se beson­de­re Situa­ti­on nicht. Sie wis­sen nicht, wel­ches die nächs­te rich­ti­ge Ent­schei­dung und damit der nächs­te rich­ti­ge Schritt ist. Sie erken­nen den Aus­gang des Laby­rinths und damit die Lösung Ihres Pro­blems nicht.

Ein Coach schaut mit Abstand auf Ihr Leben

Ein erfah­re­ner, guter Coach ist respekt­voll, ein­fühl­sam und wert­schät­zend mit Ihnen ver­bun­den. Und er befin­det sich den­noch gleich­zei­tig außer­halb die­ses Laby­rinths.
Er schaut von außen auf die­ses Laby­rinth, in dem Sie gera­de „ver­irrt“ haben. Er schaut von außen auf Sie und Ihre Situa­ti­on. Und er sieht und erlebt dabei Din­ge an Ihnen und an Ihrer Situa­ti­on, die Sie im Laby­rinth drin­nen nicht sehen und spü­ren können.

Ein guter Coach sieht mehr von Ihnen als Sie selbst

Ein guter und erfah­re­ner Coach hört nicht nur ihre Wor­te und Ihre Sicht auf die Din­ge. Er sieht und „hört“ auch Ihre para- und non­ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on. Und er schwingt dabei intui­tiv-emo­tio­nal mit Ihrem per­sön­li­chen Erle­ben mit.

Auf die­se Art und Wei­se nimmt er Gefüh­le, Bedürf­nis­se, Glau­bens­sät­ze und Kon­flik­te also Wahr­hei­ten an Ihnen wahr, die für Sie unbe­wusst sind. Und die Sie des­halb nicht erken­nen und nut­zen können.

Ihre Lösung können nur Sie selbst finden

Ein guter und erfah­re­ner Coach wird Ihnen nie­mals die kon­kre­te, fer­ti­ge Lösung für Ihr Pro­blem nen­nen, weil tat­säch­lich nur Sie selbst die Lösung für Ihr Pro­blem fin­den kön­nen. Und weil Ihnen damit tat­säch­lich auch gar nicht gehol­fen wäre.

Er wird Ihnen aber die Infor­ma­tio­nen und Impul­se über Ihre Per­son und Ihre Situa­ti­on zur Ver­fü­gung stel­len, die er an Ihnen wahr­nimmt. Und die Ihnen selbst nicht zugäng­lich sind. Mit deren Hil­fe Sie aber Ihre Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben erfolg­reich bewäl­ti­gen werden.

Gutes Coaching ist unersetzlich für Ihre Persönlichkeitsentwicklung

Und dies geschiet immer auf respekt­vol­le und wert­schät­zen­de Art in einem Team mit Ihrem Coach auf Augenhöhe.

Auf die­se Art wer­den Sie gemein­sam mit Ihrem pro­fes­sio­nel­len Coach Ihre Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung vor­an­brin­gen. Und so mehr und mehr Ihr bes­tes Leben jetzt leben.

Ich freue mich auf Sie als Mensch und auf Ihre Her­aus­for­de­run­gen und Vorhaben.

(Zu den wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen mei­ner Coa­chin­g­ar­beit sehen Sie u.a. bit­te auch: Dr. Ger­hard Roth und Dr. Ali­ce Ryba: Coa­ching, Bera­tung und Gehirn: Neu­ro­bio­lo­gi­sche Grund­la­gen wirk­sa­mer Ver­än­de­rungs­pro­zess, Stutt­gart 2016)