„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

„Let it be – Lass es sein“ — Beatles © 1970

Was haben die­ser Song der Beat­les und unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem gemein­sam? Der Song „Let it be“ ist pure Beru­hi­gung Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu…

Was ist professionelles Coaching?

Auf die­se Fra­ge gibt es eine unüber­schau­ba­re Viel­zahl von unter­schied­li­chen Ant­wor­ten. Und da der Begriff Coa­ching nach wie vor nicht geschützt ist, gibt es auch kei­ne offi­zi­ell regle­men­tier­te Defi­ni­ti­on, was Coa­ching ist.

Was macht gutes Coaching so wertvoll?

Ja, was macht gutes Coa­ching für Ihre Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung tat­säch­lich so wert­voll? Und bei bestimm­ten Her­aus­for­de­run­gen und Vor­ha­ben in Ihrem Leben im Grun­de genom­men auch unersetzlich? 

Was haben dieser Song der Beatles und unser internes Beruhigungssystem gemeinsam?

Der Song „Let it be“ ist pure Beruhigung

Sei­ne Bot­schaft ist: Lass es sein, Dir stän­dig Sor­gen zu machen und immer das Schlimms­te zu erwar­ten. Lass es sein, Angst vor der Zukunft zu haben und immer wie­der an Dir selbst zu zweifeln.

Druck und Sorgen sind oft bei uns ziemlich groß

Vie­le von uns ken­nen die­se Stim­mun­gen: Wir ste­hen unter Druck, haben das Gefühl, wir kom­men mit unse­rer Arbeit nicht mehr hin­ter­her. Jeder scheint, etwas von uns zu wol­len. Und es ist für uns unmög­lich, allen Erwar­tun­gen gerecht zu wer­den. Wir füh­len uns über­for­dert und nicht sel­ten sogar ohn­mäch­tig und hilf­los dem Leben aus­ge­lie­fert. Wir machen uns Sor­gen um unse­re Zukunft. Und haben das Gefühl bei allem, was wir tun, nie genug zu sein.

Wir sehnen uns nach Licht, Entspannung und Zuversicht

Und dann plötz­lich wie durch Zau­ber­hand ver­schwin­det die­ses bedroh­li­che und bedrü­cken­de Sze­na­rio. Die schwar­zen Wol­ken um uns her­um lösen sich auf. Die Son­ne leuch­tet immer hel­ler vom Him­mel. Und alles um uns her­um beginnt bunt und leben­dig zu strah­len. Wie durch ein Wun­der ent­span­nen sich unser Kör­per, unser Den­ken und unser Füh­len. Die Welt um uns her­um wird warm, bunt und sanft. Das ist das Lebens­ge­fühl, das wir uns sehn­lichst wün­schen. Und das vie­le von uns viel zu sel­ten haben.

Unser internes Beruhigungssystem schafft uns Erleichterung

Ver­ant­wort­lich für die­sen wun­der­sa­men Stim­mungs­wech­sels ist in den Augen der Psy­cho­lo­gie unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem. Für Prof. Dr. Ger­hard Roth, einen der aner­kann­tes­ten Neu­ro­bio­lo­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum, ist das inter­ne Beru­hi­gungs­sys­tem eines der 6 psy­cho­neura­len mensch­li­chen Grund­sys­te­me. (sie­he u.a. Roth, G. & Strü­ber, N. Wie das Gehirn die See­le macht. Stutt­gart, 2018).

Die 6 psychoneuralen Grundsysteme sind entscheidend für unsere Persönlichkeit

Zu ihnen gehö­ren u.a. auch das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem, das inter­ne Bewer­tungs- und Moti­va­ti­ons­sys­tem und das Bin­dungs­sys­tem. Alle 6 psy­cho­neura­len Grund­sys­te­me gemein­sam haben nach Roth einen ent­schei­den­den Ein­fluss auf die indi­vi­du­el­le Per­sön­lich­keit. Und unse­re psy­chi­sche und kör­per­li­che Gesund­heit und unser Wohlbefinden.

Wie können wir uns in stressigen Situation selbst schützen?

Das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem ist dafür ver­ant­wort­lich, ab wann eine belas­ten­de Situa­ti­on zu nega­ti­ven Stress (= Dys­tress) wird. Die­ser kann, wenn er län­ger anhält, zu Erkran­kun­gen füh­ren. Je sta­bi­ler und bes­ser das Stress­ver­ar­bei­tungs­sys­tem ent­wi­ckelt ist, des­to mehr belas­ten­de Situa­tio­nen kön­nen wir aus­hal­ten, ohne nega­tiv gestresst zu sein. Und wenn der Stress zu groß wird oder uns Sor­gen und Ängs­te belas­ten, kön­nen wir uns mit unse­rem inter­nen Selbst­be­ru­hi­gungs­sys­tem wie­der „her­un­ter­fah­ren“. Wir beru­hi­gen und ent­span­nen uns selbst.

Serotonin ist unser „Glückshormon“

Neu­ro­bio­lo­gisch gese­hen wird in dem Moment der Selbst­be­ru­hi­gung der Boten­stoff Sero­to­nin in unse­rem Ner­ven­sys­tem aus­ge­schüt­tet. Er ver­mit­telt unse­rer Psy­che die Bot­schaft. „Es ist doch alles nicht so schlimm. Du schaffst es. Beru­hi­ge Dich, denn alles wird gut wer­den.“ Mit Hil­fe unse­res Beru­hi­gungs­sys­tems und der Aus­schüt­tung von Sero­to­nin wan­deln sich unse­re dunk­len, ange­spann­ten Stim­mun­gen in hel­le, glück­li­che Stim­mun­gen. Des­halb wird Sero­to­nin volks­tüm­lich auch als „Glücks­hor­mon“ bezeichnet.

Stressverarbeitung und Selbstberuhigung als wichtige Bausteine unserer Resilienz

Sowohl das Stress­ver­ar­bei­tungs­sy­tem als auch das inter­ne Beru­hi­gungs­sys­tem sind in einer gut und sta­bil ent­wi­ckel­ten Form ganz wich­ti­ge Bau­stei­ne der mensch­li­chen Resi­li­enz. Die­se ist ver­ant­wort­lich für unse­re Gesund­erhal­tung in belas­ten­den und her­aus­for­dern­den pri­va­ten und beruf­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen. Je höher unse­re Resi­li­enz, des­to mehr belas­ten­de Situa­tio­nen kön­nen wir aus­hal­ten, ohne krank zu werden.

Resilienz lässt sich zum Glück trainieren

Wenn die­se bei­den psy­cho­neura­len Grund­sys­te­me und damit auch unse­re Resi­li­enz schlecht ent­wi­ckelt sind, las­sen sich die­se in spe­zi­el­len Trai­nings ver­bes­sern. Und ins­be­son­de­re auch pro­fes­sio­nel­les Coa­chings ist sehr gut dazu geeig­net, Stress­ver­ar­bei­tung und Selbst­be­ru­hi­gung wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dies lohnt sich auf jeden Fall. Und es ist sogar rat­sam in einer Zeit, in der der Leis­tungs­druck sowohl pri­vat als auch beruf­lich immer grö­ßer wird.
Damit wir auch in die­sen Zei­ten gesund bleiben.

Aber was hat nun tatsächlich der Song „Let it be“ mit unserem internen Selbstberuhigungssystem zu tun?

Als John McCart­ney 1968 die­sen Song schrieb, hat­ten die Beat­les, wie McCart­ney spä­ter sag­te, eine Men­ge schlech­ter Zei­ten hin­ter sich. Druck, Dro­gen, Schlaf­lo­sig­keit, Strei­te­rei­en, also eine Men­ge nega­ti­ven Stress. In einer jener Näch­te träum­te McCart­ney von sei­ner Mut­ter Mary. Sie war gestor­ben, als McCart­ney 14 Jah­re alt war. Und sei­ne Mut­ter soll in die­sem Traum zu ihm gesagt haben, dass alles gut wer­den wür­de. Die­ser Satz sei­ner Mut­ter in der dun­kels­ten Zeit sei­nes Lebens hat Mc Cart­ney etwas Kraft gege­ben, wie er selbst spä­ter sagte.

John McCartney und seine Botschaft an uns: „Let it be“

Die Strei­te­rei­en, die die Beat­les in jener Zeit unter­ein­an­der hat­ten und der Traum und die Bot­schaft sei­ner Mut­ter ver­ar­bei­te­te McCart­ney dann in dem Song „Let it be“.
Der Song ist eine Auf­mun­te­rung an alle Men­schen, die gera­de eine schwe­re, dunk­le Zeit durch­le­ben. Es ist die Auf­for­de­rung an uns „Let it be“. Und das heißt in Deutsch: “Lass es sein, lass es bestehen“. Oder “Nimm es hin”, “Akzep­tie­re es”, “Tole­rie­re es”. Denn alles wird gut gehen und gut werden.

Wie wir unser internes Beruhigungssystem aktivieren können

Sol­che Aus­sa­gen eines ande­ren Men­schen aber auch eine wun­der­schö­ne, sanf­te Erfah­rung oder ein bewe­gen­des und beru­hi­gen­des Natur­schau­spiel kön­nen unser inter­nes Beru­hi­gungsys­tem akti­vie­ren. Und wenn wir die­se Wor­te zu uns selbst sagen und uns die­se Gefüh­le von Wär­me, Beru­hi­gung, Ermu­ti­gung selbst geben, dann erzeugt unser inter­nes Beru­hi­gungs­sys­tem die­se wun­der­ba­re und fried­li­che Stim­mung eben­falls in uns. Es schüt­tet dann eben­falls die­sen “glücks­brin­gen­den” Boten­stoff Sero­to­nin aus. Die Fähig­keit zur Selbst­be­ru­hi­gung ist eine wert­vol­le Kom­pe­tenz. Und sie ist trainierbar.

Meine Begegnung mit Beatles Song “Let it be” in Norditalien

Ich habe eine sol­che Situa­ti­on vor weni­gen Tagen hier in Nord­ita­li­en am Comer See erlebt. Die Son­ne tauch­te plötz­lich auf, die Stim­mung war ruhig und fried­lich und dann klang da die­ses Lied der Beat­les im Hin­ter­grund. Und es wur­de immer inten­si­ver, als ich in die Son­ne schau­te.
Und ich ent­spann­te mich und dach­te: „Es ist doch alles ganz in Ord­nung. Lass ein­fach los und lass es sein! Alles wird gut werden.“

Und hier fin­det Ihr mein Video zu die­sem Augen­blick auf Youtube.